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Bern - Zootiere werden oft in zu kleinen und nicht verhaltensgerecht strukturierten Gehegen gehalten. Noch immer herrscht bei vielen Zoos in der Schweiz die Idee vor, trotz beschränkter Finanzen und Platzmangel möglichst viele Tiere auszustellen - auf Kosten dieser Tiere.
Dies ist ein Fazit des Schweizer Tierschutz STS bei seiner neusten Untersuchung von 24 Zoos und Tierparks in der Schweiz. Der STS berichtet in einer Medienmitteilung vom Freitag aber auch von einigen verbesserten Tierhaltungen.
Die Veröffentlichung des letzten STS-Zooberichts 2007 habe offensichtlich Wirkung gezeigt: Etliche Zoos und Tierparks hätten seither Verbesserungen realisiert oder zumindest angekündigt. "Mehr Platz für weniger Tiere", wie der Slogan des Tierparks Dählhölzli in Bern lautet, gelte generell als anzustrebende Devise.
Bärenpark viel besser als BärengrabenEs könne eine Tendenz zu grosszügigeren und tiergerechteren Anlagen festgestellt werden, hält der STS fest. Ein wichtiges Beispiel dafür sei der neue Bärenpark in Bern, der die misslichen Verhältnisse des Bärengrabens endlich beseitigt habe.
Aber auch der Walter Zoo in Gossau, der Kinderzoo Rapperswil oder der Wildpark Bruderhaus in Winterthur, um nur einige zu nennen, hätten verschiedene neue, tierfreundliche Gehege erstellt. Gute Noten erhält auch der Wildpark Peter und Paul in St. Gallen.
Umso bedauerlicher seien Beispiele wie der Toni's Zoo Rothenburg: Da seien zwar erfreulicherweise neue Gehege für die Raubkatzen und Waschbären errichtet worden. Doch unverständlicherweise seien diese viel zu klein und es fehle an Strukturen für eine auch nur annähernd artgemässe Haltung.
In den grossen Zoos seien Anlagen im Bau (Basel: Aussenanlage für Menschenaffen) oder in Planung (Zürich: Elefantenpark), doch seien solche Projekte äusserst aufwendig und kosteten Millionen. Kleineren Tierparks fehle meist das Geld für derart grosse Investitionen.
Der STS empfiehlt diesen, sich auf wenige und einfacher zu haltende Tierarten zu beschränken und diesen dafür grössere und bessere Gehege anzubieten.
Der STS ruft die Besucherinnen und Besucher von Zoos dazu auf, die Haltung der Wildtiere kritisch zu betrachten und allfällige Missstände zu melden. Zoos mit überwiegend schlechten Tierhaltungen sollen solange gemieden werden, bis die Betreiber tierfreundliche Lösungen präsentieren.

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SDA-ATS