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Studie: UNO-Ziele bis 2015 für Kindersterblichkeit kaum erreichbar

Dieser Inhalt wurde am 24. Mai 2010 - 04:46 publiziert
(Keystone-SDA)

London - Die Kindersterblichkeit geht seit Jahrzehnten zurück. Dennoch können die von der UNO bis 2015 gesetzten Ziele für weitere Verbesserungen weltweit voraussichtlich kaum erreicht werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie.
Die Untersuchung wurde im britischen Fachblatt "The Lancet" publiziert. Zwar sei die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren seit 1970 um 60 Prozent auf geschätzte 7,7 Millionen Todesfälle im Jahr gesunken, hiess es darin.
Die Fortschritte reichten aber nicht aus, um das UNO-Ziel, die Sterblichkeit zwischen 1990 und 2015 um 66 Prozent zu verringern. Die meisten Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren gebe es in den ärmsten Ländern der Welt. Sie seien auf vermeidbare Erkrankungen wie Durchfall oder Malaria zurückzuführen.
Das Erreichte macht laut den Autoren der Studie aber doch Hoffnung auf weitere Erfolge. In immerhin 31 Ländern der Welt könnten die von der UNO gesetzten Ziele bis 2015 noch erreicht werden. Darunter sind Brasilien, Mexiko, Malaysia und Ägypten. Besonders hoch ist die Kindersterblichkeit in Tschad, Mali und Nigeria.
54 der 187 untersuchten Länder könnten die internationalen Vorgaben erfüllen, heisst es in der Studie. Zum Erfolg beigetragen haben vor allem Impfungen, die Verteilung von Moskitonetzen zur Verhinderung von Malaria-Ansteckungen und die Vorsorge zur Vermeidung einer HIV-Übertragung von Müttern auf Neugeborene.

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