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Studie: Weit offene Kassen bringen Kantone ins Schleudern

Dieser Inhalt wurde am 21. Oktober 2009 - 12:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Lausanne - Der Kanton Nidwalden hat seine Finanzen am besten im Griff. Auch Luzern und Tessin gehören gemäss einer Studie zu den Musterschülern, während die öffentlichen Finanzen in Genf, im Aargau und auch beim Bund letztes Jahr aus dem Ruder gelaufen sind.
Zum zehnten Mal haben das Wirtschaftsmagazin "Bilan" und des Lausanner Hochschulinstituts IDHEAP in die Kassen von Kantonen, Eidgenossenschaft und 20 Städten geschaut. Ihren Vergleich stützten sie auf acht Kriterien zur Gesundheit der Kantonsfinanzen und zum Finanzmanagement ab.
Das Resultat fällt gemäss der Studie überraschend positiv aus: 24 Kantone erreichen bei der finanziellen Verfassung eine Note von 5,3 oder mehr. Belastet von einer hohen Neuverschuldung liegen Genf und die Eidgenossenschaft deutlich darunter. Der Kanton Aargau schneidet wegen der mangelhaften Kostendeckung sogar ungenügend ab.
Weniger gut fällt die Gesamtbilanz beim Finanzmanagement aus: 16 Kantone und der Bund werden mit ungenügenden Noten bewertet, während Nidwalden mit 5,5 auch hier auf dem Podest steht. In vielen Kantonen lässt vor allem die Ausgabendisziplin zu wünschen übrig: Nur Nidwalden, Luzern, Zug und Basel-Stadt liessen sich 2008 nicht zu zusätzlichen Ausgaben hinreissen.
Insgesamt erreicht Nidwalden die Note 5,77, Luzern 5,5, das Tessin 5,48 (nach 4,63 im Vorjahr), Basel-Stadt 5,38 und Baselland 5,37. Genf kommt unter dem Strich nur auf 3,91, der Bund auf 3,77 und der Kanton Aargau auf 3,07. Alle ungenügend bewerteten Körperschaften hatten im Vorjahr noch genügend abgeschnitten, Genf mit 5,15 sogar gut.
Im Ranking der Städte schneidet Frauenfeld am besten ab, gefolgt von Biel, Schaffhausen und Thun. Die rote Laterne trägt die Stadt Zürich mit der Note 2,85.

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