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Studie: Zahl ausländischer Konzernlenker stagniert

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2010 - 11:28 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Der Anteil ausländischer Chefs in den Schweizer Konzernen ist per Ende 2009 erstmals seit vier Jahren nicht mehr gewachsen. Gerade die grössten und umsatzstärksten Unternehmen der Schweiz greifen aber weiter gerne auf Top-Manager vor allem aus Deutschland und den USA zurück.
In den 121 grössten Unternehmen des Landes sind 44 Prozent der Geschäftsleitungsmitglieder Ausländer, nach 45 Prozent vor einem Jahr. Von den neu eingestellten Managern sind 53 Prozent Ausländer, was ebenfalls einen Rückgang bedeutet: vor einem Jahr waren es noch 56 Prozent gewesen, wie eine Studie des Zürcher Personalberatungsbüros Guido Schilling deutlich macht.
In den börsenkotierten Unternehmen, die dem Schwergewichte-Index SMI angehören, haben 62 Prozent der Geschäftsleitungsmitglieder einen ausländischen Pass. Vor einem Jahr besetzten die ausländischen Manager in den Schweizer Top-Konzernen 65 Prozent der Posten.
Von den Konzernchefs aller in der Studie erfassten Firmen sind 45 Prozent Ausländer, gleich viele wie vor einem Jahr. Bei den SMI-Unternehmen hat sich der Anteil ausländischer Konzernleiter von 55 Prozent auf 70 Prozent erhöht.
Anders formuliert: 14 der 20 SMI-Konzerne haben einen ausländischen Chef. Ein Viertel davon sind Deutsche, ein Fünftel Amerikaner. Über alle untersuchten Konzerne gesehen sind in den Geschäftsleitungen insgesamt auch die Briten gut vertreten. Die Zahl von Führungskräften aus Asien nimmt ebenfalls deutlich zu.
Die Deutschen spielten klar eine Schlüsselrolle für die Schweizer Wirtschaft, weil sie auch in den Verwaltungsräten stark sind, heisst es in der Studie. Inzwischen seien die Manager aus englischsprachigen Ländern wie den USA, Grossbritannien oder Australien zusammen aber etwa gleich stark wie die Deutschen.
Die Autoren der Schilling-Studie, die dieses Jahr zum fünften Mal präsentiert wird, stellen einen Trend zur Trennung von Verwaltungsratspräsidium und Unternehmensleitung fest. Die so genannten Doppelmandate finden sich nur noch bei 9 Prozent der untersuchten Firmen.

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