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Das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi lotet Wege für eine diplomatische Lösung des blutigen Konflikts in Libyen aus. Nach Gesprächen in Griechenland reiste ein Gesandter Gaddafis weiter in die Türkei. Er will offenbar um die Vermittlung einer Waffenruhe mit den Aufständischen werben.

"Aus dem, was uns der Gesandte Libyens gesagt hat, geht hervor, dass das Regime auf der Suche nach einer Lösung zu sein scheint", sagte der griechische Aussenminister Dimitris Droutsas am Montag.

Spekulationen über ein Ausstiegsszenario nährte auch ein Bericht der "New York Times" in der Nacht zum Montag. Diesem zufolge soll der Sohn des Diktators, Saif al-Islam, einen Lösungsvorschlag für den Konflikt mit den Rebellen unterbreitet haben, der auch den Rückzug seines Vaters vorsieht.

Die Rebellen wiesen die Pläne am Montag zurück. "Gaddafi und seine Söhne müssen vor jeglicher diplomatischer Lösung abtreten", sagte ein Sprecher des Nationalen Übergangsrats in der Rebellenhochburg Benghasi.

Italien anerkennt Rebellen-Rat

Auch der italienischen Aussenminister Franco Frattini nannte die Initiative des Regimes als unglaubwürdig. Gaddafi müsse mit seinen Söhnen Libyen verlassen, sagte Frattini am Montag.

Rom werde ausserdem die Übergangsregierung der Aufständischen anerkennen. Damit ist Italien nach Frankreich und dem Golfemirat Katar das dritte Land, das diesen Schritt unternimmt. Selbst Waffenlieferungen an die Aufständischen seien nicht ausgeschlossen, wenn auch nur "als letzte Lösung", sagte Frattini.

Kämpfe um Brega und Misrata

Die schweren Kämpfe um die Städte Brega im Osten und Misrata im Westen gingen unterdessen weiter. Die Aufständischen brachten am Montag nach eigenen Angaben weite Teile der Ölstadt Bregas unter ihre Kontrolle.

Die Streitkräfte Gaddafis beschossen die Ölstadt weiter mit Artilleriegeschützen. Brega hatte sich im vergangenen Monat abwechselnd unter Kontrollen der Regierungstruppen und der Aufständischen befunden. Auch die Belagerung Misratas durch Truppen Gaddafis wurde fortgesetzt.

Die Türkei evakuierte mit einer Fähre rund 300 Schwerverletzte aus Misrata und Benghasi zur Behandlung ins Ausland. Die Organisation Ärzte ohne Grenze (MSF) brachte nach eigenen Angaben 71 Patienten aus den überlasteten Spitälern von Misrata per Schiff nach Tunesien.

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SDA-ATS