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In Gurtnellen UR sind am Dienstagmorgen 2000 bis 3000 Kubikmeter Gestein auf die Geleise der Gotthard-Bahn gestürzt. Dabei wurden drei Personen verschüttet, die im Gebiet mit Felssicherungsarbeiten beschäftigt waren.

Zwei Verletzte konnten unmittelbar nach dem Felssturz geborgen werden. Die dritte Person wird noch vermisst. Laut Kantonspolizei handelt es sich beim Verschütteten um einen 29 Jahre alten Urner.

Weil weitere 500 Kubikmeter Felsmassen ins Tal zu stürzen drohten, mussten die Bergungsarbeiten vorerst eingestellt werden. Einzig unbegleitete Suchhunde konnten ins Gebiet geschickt werden.

Die Bergung des Vermissten kann erst aufgenommen werden, wenn an der Anrissstelle Geo-Radargeräte installiert sind, welche die Felsbewegungen überwachen. Auch mit der Räumung der Felsmassen und den Reparaturarbeiten an Geleisen, Fahrleitung und einer Stützmauer kann frühestens am Mittwochmorgen begonnen werden.

Vermutliche mehrere Tage unterbrochen

Die SBB spricht deshalb von einem Betriebsunterbruch von "mehreren Tagen". Mitte März war es im selben Gebiet zu einem Felssturz gekommen, der die Geleise mit 300 bis 400 Kubikmeter Gestein verschüttete. Damals mussten als Folge weitere Felsbrocken weggesprengt werden, welche auf Strasse und Schiene zu fallen drohten. Die Bahnstrecke blieb damals fünf Tage lang unterbrochen.

Nicht betroffen vom Felssturz sind Kantonsstrasse und Autobahn, die auf der anderen Talseite verlaufen. Deshalb werden Bahnreisende aus dem Raum Zürich/Luzern zwischen Erstfeld und Göschenen mit Bussen befördert.

Reisende von und nach Bern, Olten und Basel werden auf die Simplonroute geleitet. Es muss in beiden Fällen mit erheblich mehr Reisezeit gerechnet werden. Die SBB hat unter der Nummer 0800 99 66 33 eine eine Gratis-Hotline aufgeschaltet.

Auf allen grösseren Bahnhöfen der Nord-Süd-Achse sowie in Zürich und Luzern stehen Kundenbetreuer der SBB im Einsatz. Der Güterverkehr wird zurückgestellt und grossräumig umgeleitet.

Zwei Tote vor sechs Jahren

Im Raum Gurtnellen ist es in den letzten Jahren immer wieder zu Felsstürzen und Sperrungen von Strasse und Schiene gekommen. Der folgenschwerste Unfall hatte sich am 31. Mai 2006 ereignet, als zimmergrosse Felsblöcke auf die A2 donnerten und einen Richtung Süden fahrenden Personenwagen unter sich begruben. Beide Insassen kamen dabei ums leben.

SDA-ATS