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Südkorea stellt umstrittene Marinebasis auf Ferieninsel Jeju fertig

Südkorea hat auf der südlichen Ferieninsel Jeju einen neuen Marinestützpunkt fertiggestellt. Das von Dorfbewohnern, Umweltschützern und Friedensaktivisten kritisierte Bauprojekt war bereits vor 23 Jahren auf den Weg gebracht worden.

Das Land werde dank des Stützpunkts besser imstande sein, auf "Bedrohungen durch nordkoreanische Seestreitkräfte" zu antworten und südkoreanisches Gewässer zu schützen, sagte Ministerpräsident Hwang Kyo Ahn am Freitag der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zufolge bei der Eröffnungsfeier.

Die mehr als eine Billion Won (über 800 Millionen Franken) teure Marinebasis soll auch zivilen Zwecken dienen. Neben 20 Kriegsschiffen sollen später in dem Hafen zwei Kreuzfahrtschiffe anlegen können.

Die Bauarbeiten begannen aufgrund heftiger Proteste erst vor sechs Jahren. Aktivisten kritisierten, dass der Bau des Stützpunktes ein wichtiges Biotop vor der Küste des Fischerdorfes Gangjeong zerstören sowie das Wettrüsten in der Region verstärken werde.

Zahlreiche Dorfbewohner und Aktivisten von ausserhalb Jejus hatten zum Teil vor der mit einem riesigen Bauzaun abgeriegelten Baustelle campiert. Es kam bei Protesten häufig zu Zusammenstössen mit der Polizei.

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