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Die Sorge vor einer militärischen Eskalation auf der koreanischen Halbinsel wächst. Nachdem Nordkorea den Kriegszustand ausgerufen hat, kündigt der Süden für den Fall von Provokationen Vergeltung ohne politische Abwägung an. Die USA schicken Jagdflugzeuge nach Südkorea.

Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye wies am Montag die Streitkräfte an, auf militärische Provokationen des Nachbarlandes "ohne Rücksicht auf jede politische Abwägung" prompt und strikt zu reagieren.

Der stalinistische Norden hatte am Samstag den "Kriegszustand" gegenüber dem Süden verkündet. Auch verschärfte Pjöngjang seinen Konfrontationskurs zum Rest der Welt: Nordkoreas Atomwaffen seien nicht verhandelbar - auch nicht für "Milliarden von Dollars", erklärte das Regime am Sonntag. Das Kernwaffenarsenal soll weiter ausgebaut werden.

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde in Nordkorea unterdessen ein neuer Regierungschef ernannt. Wie die Agentur am Montag meldete, legte der Wirtschaftsexperte Pak Pong Ju vor dem Parlament den Amtseid ab.

US-Tarnkappenbomber nach Südkorea

Die US-Streitkräfte demonstrieren weiterhin militärische Stärke auf der koreanischen Halbinsel: Die US-Luftwaffe schickte am Sonntag von ihrem Stützpunkt Kadena in Japan F-22-Jagdflugzeuge mit Tarnkappeneigenschaften nach Südkorea. Dort sollten sie an den jährlichen gemeinsamen Militärübungen teilnehmen, sagte ein Sprecher des US-Streitkräfte Korea (USFK). Wie viele Jets kamen und wie lange sie bleiben, sagte er nicht.

In den beiden Wochen zuvor hatten bereits US-Langstreckenbomber vom Typ B-52 und B-2 Spirit Übungsflüge über Südkorea unternommen. Nordkorea, das sich durch die gemeinsamen Übungen der beiden Bündnispartner provoziert fühlt, hatte daraufhin seine Kriegsdrohungen verschärft und die strategischen Raketentruppen für mögliche Angriffe auf die USA oder US-Stützpunkte im Pazifik sowie Südkorea in Einsatzbereitschaft versetzt.

Die USA und Südkorea befürchten, dass sich der Norden zu einer militärischen Provokation hinreissen lassen könnte. Russland forderte alle Konfliktparteien zur "Zurückhaltung" auf. Südkoreas Präsidentin sagte am Montag bei einem Treffen mit Verteidigungsminister Kim Kwan Jin und hohen Offizieren in Seoul, sie nehme die fast täglichen Kriegsdrohungen Nordkoreas sehr ernst.

Neue strategische Linie

Das Zentralkomitee der Arbeiterpartei in Nordkorea beschloss am Sonntag eine neue strategische Linie, mit der die atomare Rüstung und der wirtschaftliche Aufbau gleichzeitig gefördert werden soll. "Die Atomstreitmacht der Volksrepublik stellt das Leben der Nation dar", wurde Machthaber Kim Jong Un von den Staatsmedien zitiert. Am Montag sollte in Pjöngjang die Oberste Volksversammlung - das Parlament in Nordkorea - zu ihrer Frühjahrssitzung zusammentreten.

Der Atomstreit mit Nordkorea verschärft sich Stufe um Stufe bereits seit mehreren Wochen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte Nordkorea nach dem dritten Atomtest des Landes im Februar mit der Ausweitung von Sanktionen bestraft. Nordkorea hatte als Reaktion unter anderem den Waffenstillstandsvertrag von 1953 zur Beendigung des dreijährigen Korea-Kriegs aufgekündigt. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht geschlossen.

Nach den jüngsten Kriegsdrohungen hatte Nordkorea am Samstag auch die Schliessung eines gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industrieparks in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong angedroht. Doch auch am Montag konnten Hunderte Pendler aus Südkorea nach Angaben des Vereinigungsministeriums in Seoul ungehindert ein- und ausreisen.

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SDA-ATS