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Der Industriekonzern Sulzer hat 2015 noch rund einen Viertel des Gewinns vom Vorjahr erwirtschaften können. Die Flaute im Ölmarkt und das verlangsamte Wirtschaftswachstum machen dem Unternehmen zu schaffen. Die Aktionäre können dennoch mit einem Geldsegen rechnen.

Unter dem Strich hat der Winterthurer Konzern im vergangenen Jahr noch 74 Millionen Franken erwirtschaftet, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das entspricht einem Rückgang um 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als der Gewinn sich auf 275 Millionen Franken belief.

Ebenfalls rückläufig waren im vergangenen Geschäftsjahr der Umsatz - knapp 3 Milliarden Franken nach 3,2 Milliarden im Vorjahr - sowie der Bestellungseingang - 2,9 Milliarden Franken im Vergleich zu 3,2 Milliarden Franken vor Jahresfrist.

Sulzer sei bedeutendem Gegenwind ausgesetzt, beschreibt die Firma im Communiqué das Marktumfeld des vergangenen Jahres. Der tiefe Öl- und Gaspreis habe viele Kunden schwer getroffen. Sulzer ist unter anderem Ausrüster der Öl- und Gasindustrie. Zudem habe sich die wirtschaftliche Situation in China und Brasilien negativ ausgewirkt.

Schon vor einem Jahr verordnete sich Sulzer ein Optimierungsprogramm namens SFP, mit dem ab 2018 rund 200 Millionen Franken pro Jahr eingespart werden sollen. Wegen des schwierigen Marktumfelds - die Bestellungen dürften weiter zurückgehen - will Sulzer die Umsetzung beschleunigen. Details dazu nannte Sulzer nicht. Die Einsparungen sollen sich aber 2016 auf 60 bis 80 Millionen Franken belaufen.

Bargeldreserven auszahlen

Trotz des Gewinn- und Umsatzrückgangs können sich die Sulzer-Aktionäre freuen freuen. Sulzer will nämlich nebst einer regulären Dividende von unverändert 3.50 Franken pro Aktie auch eine Sonderdividende von 14.60 Franken ausschütten.

Das Unternehmen begründet die Sonderdividende unter anderem damit, dass die hohen Bargeldreserven im derzeitigen Tiefzinsumfeld ineffizient seien. Deshalb solle ein bedeutender Teil der Reserven an die Aktionäre ausbezahlt werden. Auch danach sei Sulzer im Verhältnis zur Konkurrenz immer noch sehr gut aufgestellt.

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SDA-ATS