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Sulzer-Konzernchef Ton Büchner verlässt das Unternehmen Ende des laufenden Jahres. Der Niederländer wechsle zum Beschichtungs- und Spezialchemiekonzern AkzoNobel und werde dort Konzernleiter, gab Sulzer am Freitagmorgen überraschend bekannt.

Mit Büchner verliert der Technologiekonzern Sulzer einen langjährigen Mitarbeiter: Der heute 45-Jährige trat 1994 in das Winterthurer Unternehmen als strategischer Entwickler ein und arbeitete sich bis 2007 zum Konzernchef hoch.

Er leitete vor seiner Ernennung zum Konzernchef zwei Konzerndivisionen, unter anderem auch die umsatzstärkste Division Sulzer Pumps, die Pumpen und Hydraulikprodukte herstellt. Er hatte die Division von 2003 bis 2007 umfassend restrukturiert.

Der Umsatz der Division kletterte in dieser Zeit von 870 Mio. Fr. auf 1,733 Mrd. Franken. 2010 setzte Sulzer in dieser Division 1,576 Mrd. Fr. um, die Hälfte des gesamten Konzernumsatzes.

Büchner führte Sulzer durch Krise

Als Konzernleiter leitete Büchner ab Mitte 2009 umfassende Sparmassnahmen ein. Im Zuge der Finanzkrise gab er den Abbau von 1400 Stellen bekannt. Per Ende 2010 waren weltweit noch rund 14'000 Personen bei Sulzer beschäftigt.

Büchner war bei Sulzer aber nicht nur Sanierer, sondern verfolgte auch eine konsequente Wachstumsstrategie. Er habe den Industriekonzern mit vielen Akquisitionen verändert und verstärkt, schreibt Sulzer. Zuletzt wurde die Übernahme des schwedischen Pumpenherstellers Cardo für 858 Mio. Fr. bekannt, die noch 2011 abgeschlossen sein dürfte.

Nicht nur für Sulzer, sondern auch für die Investoren kommt die Meldung über Büchners Abgang überraschend. An der Schweizer Börse brach der Sulzer-Aktienkurs am Freitag bis nach Börsenschluss um 7,6 Prozent ein. Sulzer verliere einen "messerscharfen Analytiker und umsichtig agierenden Manager", kommentierte ein Händler den Kursrutsch.

Wechsel bedeutet Karrieresprung

Sulzer suche ab sofort nach einer geeigneten Nachfolge, sagte Sulzer-Sprecherin Verena Gölkel. Gefragt sei eine Person mit "Ingenieurshintergrund sowie Führungserfahrung in der Industrie". Es würden sowohl konzerninterne wie auch -externe Kandidaten geprüft.

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SDA-ATS