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Mit der Wärme kommen auch die Zecken. Vor allem in den Monaten Mai und Juni nisten sich die kleinen Blutsauger im Unterholz ein. Die Suva warnt vor gefährlichen Zeckenstichen. Das Risiko könne jedoch mit einfachen Verhaltensweisen vermindert werden.

Rund 9000 Fälle von Zeckenstichen registriert die Suva pro Jahr, wie sie am Dienstag mitteilte. Obwohl es neue Produkte gebe - ein antibiotisches Gel, imprägnierte Kleidung oder der Zeckenschnelltest - sei ein hundertprozentiger Schutz gegen zeckenübertragene Krankheiten nicht möglich.

Wer im Wald, in Gärten und an Wegrändern Gestrüpp und Unterholz meide, reduziere das Risiko eines Zeckenbisses aber. Auch das Tragen von geschlossener Kleidung in heller Farbe nütze gegen Zeckenstiche. So könnten die kleinen Tierchen entdeckt und entfernt werden, bevor sie auf die Haut gelangten.

Weitere Massnahmen ist laut Suva das Auftragen von Zeckenschutzmittel für Haut und Kleider und das Absuchen nach Zecken nach einem Aufenthalt im Wald oder im Garten. Falls trotzdem ein Blutsauger gefunden werde, solle diese so schnell wie möglich mit einer spitzen Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange entfernt werden.

Kalte Winter begünstigen Population

Gemäss Felix Ineichen, Spezialist für Zeckenkrankheiten bei der Suva, sind kalte Winter ein Faktor, der die Population der kleinen Blutsauger vergrössert. Doch es komme auch auf das Wetter im Frühling an. "Zecken sind auf Trockenheit sehr empfindlich", sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Grundsätzlich könne also noch nicht gesagt werden, ob sich im laufenden Jahr überdurchschnittlich viele Zecken im Unterholz befinden würden. Fakt sei aber, dass ihre Stiche und Bisse sich entzünden und im schlimmsten Fall zur Invalidität führen können.

BAG rät zu Impfung

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte im März gefährdeten Personen empfohlen, sich gegen die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen zu lassen. Laut BAG-Bulletin müssen jährlich zwischen 17'000 und 23'000 Bewohner wegen eines Zeckenstichs einen Arzt aufsuchen.

Demnach erkrankten im Zeitraum 2008 bis 2011 zwischen 7000 und 12'000 Einwohner an Lyme-Borreliose; bei 98 bis 172 Personen wurde FSME diagnostiziert. Während die durch Bakterien verursachte und relativ leicht zu behandelnde Lyme-Borreliose über die ganze Schweiz verteilt ist, tritt die FSME lokal gehäuft auf.

Das BAG empfiehlt deshalb allen Erwachsenen und Kindern ab sechs Jahren, die sich in ländlichen Gebieten unter 1500 Metern aufhalten und oft im Freien sind, sich gegen FSME impfen zu lassen. Die Empfehlung richtet sich vor allem an Menschen, die in Endemiegebieten wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten. Diese Gebiete werden auf der Internetseite des BAG publiziert.

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SDA-ATS