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Bern - Die SVP geht als einzige grosse Partei mit Schwung ins Wahljahr 2011 - auch wenn sie ihr Wählerpotenzial weitgehend ausgeschöpft hat. Die anderen Parteien sind im Formtief sogar für ihre eigene Wählerschaft wenig attraktiv, sagen drei von der SDA befragte Polit-Experten.
In der Klemme steckt vor allem die bürgerliche Mitte. CVP und FDP hätten keine Antworten auf aktuelle Probleme, sagte der Politologe Georg Lutz der Nachrichtenagentur SDA. Zudem schrumpfe ihre klassische Wählerschaft und neue Wählerschichten hätten beide Parteien bisher nicht erschliessen können.
Aufgrund von Resultaten aus kantonalen Wahlen sagt der Politgeograf Michael Hermann der FDP weitere Verluste voraus. Ihr Problem sei vor allem, dass sie schon so lange an der Macht sei und davon ausgezehrt werde. Lutz ergänzt: "Die FDP trägt Verantwortung, und damit macht man sich kein attraktives Image."
Bruderkampf in der MitteLaut Lutz steht sich die CVP selber im Weg. Mit einem sozialliberalen Profil habe sie zwar bei den letzten Wahlen ausserhalb ihrer Stammlande Stimmen geholt. Die Abwahl von Christoph Blocher habe ihr aber bei der konservativen Wählerschaft geschadet. "Jetzt fehlt der CVP ein klares Profil, sie verliert auf beiden Seiten."
Hinzu kommt die neue Konkurrenz aus der Mitte: Der Genfer Politologe Pascal Sciarini erinnert daran, dass die BDP in den kantonalen Wahlen vor allem auf Kosten der FDP gewonnen hat. Auch die GLP sei nun eine ernst zu nehmende Konkurrenz für die bürgerliche Mitte, sagte er.
Radikalisierung schreckt abNeben der neuen Konkurrenz hat die SP auch interne Probleme. Die Verabschiedung des pointiert linken Parteiprogramms Ende Oktober habe die innere Spaltung der SP ans Licht gebracht, sagte Lutz. "Das ist nicht gerade optimal, um Wähler anzusprechen."
SVP mit Sieger-ImageEinigkeit herrscht aber über den Formstand der SVP. "Sie geht mit einem Sieger-Image in die Wahlen", sagte Sciarini. Die SVP diktiere die politische Agenda, besetze zugkräftige Themen und plane ihre Kampagnen am besten, ergänzt Lutz. Ihr einziges Problem sei, dass sie ihr Wählerpotenzial weitgehend ausgeschöpft habe und dieses nicht mehr weiter wachse.

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SDA-ATS