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Die Aargauer SVP tritt bei den Regierungsratswahlen im Oktober überraschend mit Parteipräsident Thomas Burgherr als zweitem Kandidaten an. Er soll neben Alex Hürzeler (SVP) einen zweiten Sitz in der Regierung holen. Die SP nominierte Urs Hofmann. Die glp gab ihren Verzicht bekannt.

Burgherr betonte am Samstag vor den Medien in Aarau, dass er sich als "zweiter Kandidat" hinter Bildungsdirektor Hürzeler sehe. Er will sich mit "150 Prozent Engagement" im Wahlkampf einsetzen. Formell erfolgt die Nomination am 30. Mai am Parteitag der kantonalen SVP.

Die Aargauer SVP war mit zwölf Interessenten für eine zweite Kandidatur im Gespräch, musste dabei aber zahlreiche Absagen hinnehmen. Schon früh aus dem Rennen nahm sich Nationalrätin Silvia Flückiger. Sie wollte Präsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbandes (sgv) werden.

Dort erhielt jedoch ihr Freiburger Parteikollege Jean-François Rime den Vorzug. Er wurde von der Gewerbekammer als einziger Kandidat nominiert. Diese Wahl findet am 23. Mai am so genannten Gewerbekongress des sgv statt. Flückiger stellte vor den Medien am Samstag in Aarau klar, dass sie trotz veränderter Ausgangslage nicht für den Regierungsrat kandidieren wolle.

Die Kandidatur der SVP richte sich nicht gegen eine bestimmte Person oder Partei, betonte Parteipräsident Burgherr. Vielmehr wolle man die bürgerliche Kraft im Regierungsrat stärken. Mit der FDP und der CVP diskutiert die SVP über ein Zusammengehen. Mit der im Aargau aufstrebenden BDP gab es bisher keine Gespräche.

Vier Regierungsräte treten erneut an

Im Aargau treten vier von fünf Regierungsmitglieder erneut an. Der Wiederwahl stellen sich neben SVP-Mann Hürzeler auch Roland Brogli (CVP) und Susanne Hochuli (Grüne). Der Sozialdemokrat Urs Hofmann wurde am Samstag am Parteitag der SP Aargau einstimmig nominiert.

Nicht mehr antreten wird nach zwölf Jahren Peter C. Beyeler (FDP). In seine Fussstapfen soll Stephan Attiger, Grossrat und Stadtammann von Baden, treten. Seine Kandidatur muss noch am 8. Mai vom Kantonalparteitag der Freisinnigen bestätigt werden.

Ebenfalls am Samstag gaben die Aargauer Grünliberalen (glp) bekannt, nicht für die Regierungsratswahlen im kommenden Oktober antreten zu wollen. Die Grünliberalen wollen sich auf die Grossratswahlen konzentrieren. Ob Kandidierende anderer Parteien unterstützt werden, wurde an der glp-Mitgliederversammlung am Freitag nicht diskutiert.

Im Aargau werden am 21. Oktober erstmals gleichzeitig die fünf Mitglieder des Regierungsrates und die 140 Mitglieder des Grossen Rates gewählt.

SDA-ATS