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Swatch: Nicolas Hayek will Konkurrenz nicht mehr beliefern

Dieser Inhalt wurde am 18. Dezember 2009 - 13:41 publiziert
(Keystone-SDA)

Biel - Salz in offene Wunden: Swatch-Präsident Nicolas Hayek will seine Konkurrenten nicht mehr mit Einzelteilen aus dem eigenen Haus beliefern. Dies würde die von der Krise arg getroffene Uhrenbranche empfindlich treffen.
"Ja, Sie haben richtig verstanden, die Swatch Group hat die Absicht, für Dritte nicht mehr zu produzieren und nichts mehr zuzuliefern", sagte Hayek im Interview mit der Westschweizer Zeitung "L'Agefi". Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch wolle darüber mit der Wettbewerbskommission (Weko) diskutieren.
Hayek geht davon aus, dass die heute von Swatch belieferten Uhren-Unternehmen trotzdem überleben würden. "Alle sagen jeweils, sie könnten selbst produzieren", sagte er. Doch würden sie sich trotzdem bei Swatch bedienen wie in einem Supermarkt.
Leittragender sei letztlich sein Konzern, der in die Produktion investiere. Die Konkurrenz habe hingegen Mittel frei für die Werbung.
Hätte er allerdings die Wahl, würde er die Tore für die Konkurrenz offen behalten. Doch müsse die Marktsituation dies zulassen. "Warum nicht für einige treue, seriöse und langjährige Kunden weiterfahren mit Zulieferungen unter anderen Bedingungen", relativierte Hayek.

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