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Swatch-Chef Nick Hayek bezeichnet den Eurowechselkurs von 1.20 Franken in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" als verheerend. Er fordert einen Wechselkurs von 1.30 bis 1.35.

Der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sei es mit "recht wenigen Mitteln" gelungen, den Kurs von 1.11 auf 1.20 zu bringen. "Das war reine Psychologie. Hingegen waren die drei Monate ohne SNB-Chef leider verlorene Zeit."

In dieser Zeit hätte der Kurs mehrmals bei 1.25 "und dann vielleicht bei 1.30" fixiert werden können, sagte Hayek im Interview weiter. "Der Markt hatte Angst. Jetzt sieht es aus, als hätte die Schweiz wieder Angst."

Eine Schwächung des Frankens ist jedoch nach wie vor nicht in Sicht. Bundesrat Johann Schneider-Ammann sagte in der "Samstagsrundschau" von Schweizer Radio DRS zwar, dass die Kaufkraftparität woanders liege, und dass der Franken überbewertet sei. Er sei aber froh, dass die SNB die untere Limite festgelegt habe. Dies gebe den Unternehmen eine gewisse Planungssicherheit.

Investieren statt Preise erhöhen

Uhrenkönig Nick Hayek kämpft nach eigenen Angaben jedoch nicht nur mit dem teuren Franken, sondern auch mit hohen Gold- und Diamantenpreisen. Die Margen der Produkte im mittleren und unteren Segment seien deshalb ein Problem.

Doch die Margen seien nicht prioritär. Hayek will Marktanteile halten und ausweiten. "Wir wollen Volumen steigern, Betriebsstätten bauen und auslasten und neue Leute engagieren." Um die Margen dennoch halten zu können, will er "günstiger, innovativer produzieren" und eine schnellere, immer bessere Distribution. "Was uns fehlt, ist die Produktionskapazität", sagte Hayek weiter.

Um profitabel zu bleiben will Swatch vermehrt auf eigene Geschäfte setzen. Für Swatch liege das Potenzial bei 50 Prozent. Heute werden 40 Prozent der Swatch-Uhren in eigenen Läden verkauft. Für Omega, Breguet und Blancpain liege das Potenzial bei 30 Prozent statt der heutigen rund 15 Prozent.

SDA-ATS