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Die von einem Arbeitskonflikt erschütterte österreichische Fluggesellschaft AUA erhält keine Schützenhilfe aus der Schweiz. Die Swiss wird nun doch nicht übergangsweise auf AUA-Strecken einspringen, wie das noch vor drei Wochen vereinbart worden war.

Damals war vorgesehen, dass die Swiss Flüge von Wien nach Zürich und nach Varna übernehmen sollte. Denn die ebenfalls zum Lufthansa-Konzern gehörende AUA war gezwungen, nach dem Abgang von 110 Piloten übergangsweise Flüge auszulagern.

Rund 110 Piloten und 220 Flugbegleiter haben per Ende Juni gekündigt, da sie mit ihren neuen Arbeitsbedingungen bei der Regionalflugtochter Tyrolean Airways nicht zufrieden sind. Die Lufthansa überträgt den Flugbetrieb der AUA ab 1. Juli auf die Tyrolean Airways. Damit will die Airline unter anderem Personalkosten sparen.

Der Einsatz der Swiss auf AUA-Strecken komme jetzt nicht zustande, sagte Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek am Freitag auf Anfrage. Man habe diesen Entscheid gemeinschaftlich mit Personalvertretern der Swiss-Piloten getroffen. Die Swiss habe eine Lösung mit der Contact Air arrangiert.

Andere Airlines helfen

Anstatt des Swiss-Avro-Regionaljets solle nun eine grössere Fokker 100 der Contact Air im Juli und August einspringen, um trotz des Massenabgangs der Piloten den Flugbetrieb in der sommerlichen Hochsaison aufrecht zu erhalten, sagte AUA-Sprecher Peter Thier der Nachrichtenagentur APA. Zudem fliegen an Stelle der AUA auch die Mutterfirma Lufthansa sowie die Schwesterfirmen Augsburg Airways und die Welcome Air.

Gewerkschaft und Betriebsrat haben sich mit mehreren Klagen auf die AUA-Pläne eingeschossen. Vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) soll die Nichtigkeit des Betriebsübergangs erstritten werden.

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SDA-ATS