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Die Finanzkrise wirft einen letzten Schatten auf die Swiss Re. Der zweitgrösste Rückversicherer der Welt hätte im vergangenen Jahr 2,3 Mrd. Dollar Gewinn geschrieben, wenn er nicht die Milliardenhilfe von US-Investor Warren Buffett hätte zurückzahlen müssen.

Buffet war der Swiss Re 2009 in höchster Not mit 3 Mrd. Fr. zuhilfe geeilt, als Milliardenabschreiber die Finanzbasis des Konzerns schwer erschüttert hatten. Die Kosten für die Rückzahlung inklusive Prämien, Zinsen und Wechselkurseffekten belasten die Swiss Re nun mit 1,4 Mrd. Dollar.

Somit gab der Rückversicherer am Donnerstag 863 Mio. Dollar Jahresgewinn bekannt, was immer noch 74 Prozent über dem Resultat von 2009 liegt. Den Aktionären winkt eine kräftige Dividendenerhöhung von 1 Fr. im Vorjahr auf 2,75 Franken.

Der Konzern sei gestärkt aus dem Jahr 2010 herausgekommen, sagte Konzernchef Stefan Lippe vor den Medien in Zürich. Zudem schliesst die Swiss Re die Sondersparte "Legacy" ("Vermächtnis"), in der die gefährlichen Risikopapiere aus der Zeit vor der Krise verwaltet worden sind.

Der Kurs der Aktie drehte nach anfänglich leichten Abgaben und schoss kräftig ins Plus. Bis zum Nachmittag legte der Titel 3,6 Prozent auf 58 Fr. zu, während der Schwergewichteindex SMI leicht im Minus lag.

Mehr Katastrophen

Das an Naturkatastrophen reiche 2010 machte sich in der globalen Versicherungsindustrie bemerkbar. So belasteten die Erdbeben in Chile und Neuseeland, der Wintersturm Xynthia und auch die Überschwemmungskatastrophe im australischen Bundesstaat Queensland die Branche. Auch wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wurden die Versicherer zur Kasse gebeten.

Das wichtige Haftpflicht- und Schadengeschäft der Swiss Re blieb dennoch profitabel: Der Aufwand für Schadensleistungen und Kosten betrug 93,9 Prozent der Prämieneinnahmen (Combined Ratio). Das schadenarme 2009 hatte Swiss Re aber eine Combined Ratio von 88,3 Prozent ermöglicht.

Neue Struktur

Der Konzern soll künftig in drei Sparten neu gruppiert werden. Ziel sei, durch die gezielte Zuteilung des Kapitals und durch Einbezug von weiteren Kapitalgebern im Sach- und im Lebensversicherungsgeschäft nun auch Risiken übernehmen zu können, die für Swiss Re bisher zu gross gewesen seien, sagte Lippe.

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SDA-ATS