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Der oberste Chef der Swiss Re beobachtet eine rasche Verlagerung der wirtschaftlichen Gewichte nach Asien. Der Verwaltungsratspräsident des Rückversicherers, Walter Kielholz, glaubt daneben weiter an die USA, erwartet aber einen Bedeutungsverlust Europas.

Das Wachstum der Rückversicherungsprämien komme fast zur Hälfte aus den aufstrebenden Ländern, sagte Kielholz im Gespräch mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Dabei kämen aber nur 15 Prozent des Prämienvolumens von dort. Die sich verschiebenden Gewichte müssten Einfluss auf die Swiss Re und ihre Führungsstruktur haben.

"In Amerika zeichnen wir etwa die Hälfte des Geschäfts", erklärt Kielholz in der Dienstagsausgabe des Blattes weiter. Dieser Markt bleibe wichtig. Zudem attestiert er der US-amerikanischen Wirtschaft eine höhere Dynamik als der europäischen. Sein Urteil ist klar: "Europa wird an Gewicht und Einfluss verlieren."

Von der Stabilität der Schweiz habe der Rückversicherer, der dieses Jahr sein 150-jähriges Bestehen gefeiert hat, immer profitiert. "Jedenfalls konnten die Schweizer Standortvorteile, auch die Stabilität des Schweizerfrankens, in all diesen Jahrzehnten ausgespielt werden", so Kielholz.

Die Kleinheit des Landes habe die Unternehmen dazu gezwungen, ins Ausland zu gehen. Das sei im Zeitalter der Globalisierung von Vorteil.

Aufs Spiel setzen dürfe die Schweiz ihre Stabilität nicht: Es müsse sichergestellt sein, dass in der Bevölkerung das Verständnis für die grundlegenden Zusammenhänge vorhanden bleibe, folgert Kielholz auch mit Blick auf die Debatte um eine Begrenzung der Löhne auf ein Verhältnis von 1:12. Das Stimmvolk lehnte im November eine entsprechende Initiative ab.

SDA-ATS