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Das verheerende Erdbeben und die todbringende Tsunami-Welle in Japan haben auch massive finanzielle Folgen für die Versicherungen. Der Rückversicherer Swiss Re schätzt, dass er mit 1,2 Mrd. Dollar belastet wird.

Damit wird das laufende Jahr für den zweitgrössten Rückversicherer der Welt, der im Schnitt pro Jahr mit einer Belastung von rund einer Milliarde Dollar rechnet, sehr teuer. Die Überschwemmungen in Australien, der Zyklon Yasni und die Beben in Neuseeland dürften die Swiss Re schon über 1,1 Mrd. Dollar kosten.

Die Einschätzung des Konzerns zu Japan liegt für die Analysten allerdings überraschend tief. Einige hatten prophezeit, dass der Rückversicherer mit bis zu 1,8 Mrd. Dollar belastet werden könnte.

Dies hat Auswirkungen auf die Aktie: Am späten Vormittag kostete eine Swiss-Re-Aktie 51,15 Franken und war somit 2,3 Prozent teurer als am Freitag zu Handelsschluss. Der Schwergewichte-Index SMI gewann derweil ebenfalls 1,9 Prozent.

Komplizierte Berechnung

Die Berechnung der Schäden ist laut Swiss Re immer noch schwierig. Die Zuständigkeiten zuzuweisen sei zudem kompliziert und zeitraubend. Erdbebenschäden an Wohnbauten sind in Japan durch staatliche Systeme versichert, die sich nicht im Ausland rückversichern.

Die Erst- und damit auch die Rückversicherer müssen hingegen für die Schäden an Gewerbebauten aufkommen. Auch die Folgen der Brände, die das Erdbeben ausgelöst hatte, deckt der Staat nicht ab. Kaum Lasten entstehen für die Versicherer hingegen durch die Probleme des Atomkraftwerks Fukushima.

Private Versicherer dürften zwischen 14 und 33 Mrd. Dollar zu berappen haben, schätzt die Weltbank.

Swiss Re spendet

Japan dürfte fünf Jahre brauchen, um die Schäden der Katastrophe zu beseitigen und die versehrten Gebiete im Nordosten des Landes wiederaufzubauen. Nach den beispiellosen Verwüstungen könnte die Schadensumme nach einer Einschätzung der Weltbank bis zu 235 Mrd. Dollar betragen.

Swiss-Re-Chef Stefan Lippe sprach in der Mitteilung vom Montag im Namen des Konzerns der schwer geprüften japanischen Bevölkerung sein Mitgefühl aus. Die Mitarbeiter würden zu Spenden aufgerufen, gab Swiss Re weiter bekannt. Der Konzern wolle die gesammelte Geldsumme verdoppeln.

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SDA-ATS