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Nach Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses haben die Swisscom-Aktien an Wert eingebüsst. Grund dafür könnte unter anderem eine Aussage von Swisscom-Chef Urs Schaeppi an der Telefonkonferenz am Morgen sein. (Archivbild)

KEYSTONE/WALTER BIERI

(sda-ats)

Trotz eines soliden Halbjahresergebnisses notieren die Aktien der Swisscom am Donnerstag im Minus. Um 10 Uhr beträgt der Kursrückgang 0,4 Prozent, nachdem zuvor die Kursabgaben noch höher waren. Der Gesamtmarkt gewinnt zur gleichen Zeit 0,4 Prozent.

Der Rückgang der Aktienkurses erfolgte, obwohl das Telekomunternehmen die Erwartungen des Marktes bei allen Kennzahlen leicht übertroffen hatte. Ein Grund für die Kursabgaben dürften die eher verhaltenen Aussagen von Swisscom-Chef Urs Schäppi zur Konkurrenzsituation in Italien sein.

Schäppi hatte an einer Telefonkonferenz einen "kleinen Illiad-Effekt" eingeräumt, womit ein erhöhter Preisdruck aufgrund des Markteintritt des für seine Tiefstpreise bekannten französischen Anbieters gemeint war.

Dank des Geschäfts in Italien hat die Swisscom im ersten Halbjahr insgesamt etwas mehr Umsatz erzielt, wogegen sich der Umsatz im Heimmarkt Schweiz zurückbildete. So weist das Unternehmen für das erste Semester einen 2,0 Prozent höheren Umsatz von 5,81 Milliarden Franken aus. Der operative Gewinn (EBITDA) hingegen ging um 5,2 Prozent auf 2,14 Milliarden zurück. Unter dem Strich steht ein 6,2 Prozent tieferer Reingewinn von 787 Millionen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Preisdruck in der Schweiz

Die Swisscom habe im zweiten Quartal "trotz anhaltend starkem und von Promotionen getriebenem Wettbewerb" eine gute Leistung gezeigt, liess sich Konzernchef Urs Schaeppi zitieren. Der starke Wettbewerb zeigte sich vor allem im Schweizer Kerngeschäft, das sich um 1,9 Prozent zurückbildete. Begründet wurde dies unter anderem mit Preisdruck. Gut lief das Geschäft hingegen in Italien, wo der Umsatz in der Berichtswährung Euro (auf vergleichbarer Basis) um 9,5 Prozent zunahm.

Der Gewinnrückgang hat laut dem Unternehmen primär mit verschiedenen Sondereffekten und der Währungssituation zu tun. Insbesondere sei Fastweb im Vorjahr ein Ertrag aus einem Rechtsverfahren von über 100 Millionen Franken zugeflossen. Auf vergleichbarer Basis habe der Betriebsgewinn nur um 0,6 Prozent abgenommen.

Sparprogramm auf Kurs

Das Sparprogramm der Swisscom ist auf Kurs. Im ersten Halbjahr habe sich der Personalbestand in der Schweiz um 485 Vollzeitstellen reduziert, wobei es nur rund bei der Hälfte der Fälle zu Kündigungen kam. Wie früher angekündigt plant die Swisscom für das Gesamtjahr einen Abbau von 700 Stellen.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Swisscom die Markterwartungen leicht übertroffen. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 5,75 Milliarden, einem EBITDA von 2,14 Milliarden und einem Reingewinn von 770 Millionen gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2018 bestätigt das Unternehmen die Ziele. So werden ein Umsatz von rund 11,6 Milliarden, ein EBITDA von rund 4,2 Milliarden sowie Investitionen von weniger als 2,4 Milliarden angepeilt. Unverändert sind auch die Angaben des Managements zur Dividende: Die Aktionäre sollen 22 Franken pro Papier erhalten, sofern die Ziele erreicht werden.

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