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Bern - In der Swisscoy-Truppe im Kosovo wird die Infanterie von heute 120 auf 50 Soldaten verkleinert. Im Gegenzug wird das Personal für Verbindungs- und Überwachungsteams aufgestockt. Unter diesen Vorzeichen hat in Stans am Montag die Ausbildung des 23. Swisscoy-Kontingents begonnen.
Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) begründete am Montag die Verschiebungen im Ausbildungsprogramm mit neuen Aufgaben, die die Schweiz innerhalb der KFOR übernimmt. Geplant ist, dass die Schweizer Truppe drei achtköpfige Verbindungs- und Überwachungsteams stellt, die in Malishevo, Prizren und Camp Novo Selo stationiert werden.
Die am Montag eingerückten rund 200 Männer und Frauen absolvieren für ihren sechsmonatigen Friedenseinsatz eine acht- bis zwölfwöchige Ausbildung. Im Zusammenhang mit den neuen Aufgaben werden insbesondere die Swisscoy-Transportkapazitäten ausgebaut.
Das neue Schweizer Kontingent wird von Oberstleutnant Robert Tischhauser kommandiert. Er war vorher Chef der Ausbildung Kontingente bei Swissint in Stans. Er stand bereits 2001 im Kosovo als Kompaniekommandant des 3. Swisscoy-Kontingents im Einsatz.
Keinen Einfluss auf das Ausbildungsprogramm haben Vorfälle von ungebührlichem Verhalten von Swisscoy-Angehörigen, wie es bei Swissint hiess.
Eine Untersuchung der "Weltwoche"-Vorwürfe war zum Schluss gekommen, dass die Leistungen des 21. Swisscoy-Kontingents zu keinen Klagen Anlass gegeben hatten. Zwar sei es zu verschiedenen Vorfällen Einzelner gekommen. Doch sei deren Ausmass im üblichen Rahmen von militärischen Dienstleistungen im In- und Ausland gelegen.

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SDA-ATS