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Der Chemiekonzern ChemChina will den Basler Agrochemikonzern Syngenta für 43 Milliarden US-Dollar übernehmen. (Archiv)

KEYSTONE/AP/SETH PERLMAN

(sda-ats)

ChemChina macht einen weiteren Schritt in Richtung der Übernahme von Syngenta. Der chinesische Staatskonzern hat diesen Freitag bei der US-Wettbewerbsbehörde den Zulassungsantrag für die Übernahme des Basler Agrochemiemultis gestellt.

"ChemChina und Syngenta haben vor kurzem die Transaktion an die Federal Trade Commission in den USA gemeldet, nach einem konstruktiven Austausch mit den Behörden", sagte eine Syngenta-Sprecherin der Finanznachrichtenagentur AWP.

"ChemChina und Syngenta bleiben der Transaktion uneingeschränkt verpflichtet und sind zuversichtlich, dass sie abgeschlossen wird", so die Sprecherin weiter. Die US-Wettbewerbsbehörde hat nun dreissig Tage Zeit, den Antrag zu prüfen. Grünes Licht für den Deal hat es bereits von den Wettbewerbshütern in Australien sowie vom amerikanischen Sicherheitskomitee CFIUS gegeben.

Die Papiere von Syngenta reagierten zum Wochenschluss positiv auf die News und zogen bis Mittag um 1,9 Prozent auf 434,00 Franken an. Der Antrag an die US-Behörden ist gemäss Marktbeobachtern ein Zeichen dafür, dass der Deal nun wieder vorankomme.

Fusion stösst auf Widerstand

Die EU-Kommission hat derweil unlängst die Frist für die vertiefte Prüfung der Übernahme auf Antrag der beiden Unternehmen um weitere zehn Tage bis zum 12. April 2017 verlängert. Die Verlängerung solle den Parteien ausreichend Zeit geben, um Abhilfemassnahmen zu diskutieren, hiess es damals.

Die EU-Kartellwächter hatten Oktober letzten Jahres angekündigt, die Übernahme von Syngeta durch ChemChina genauer zu durchleuchten und abzuklären, ob dadurch nicht unfaire Wettbewerbsvorteile entstünden. Konkret will die EU-Behörde prüfen, ob die ChemChina-Tochter Adama und Syngenta in der EU nicht eine dominante Stellung bei Mitteln zur Bekämpfung von Unkraut und Insekten sowie zur Regulierung des Wachstums der Pflanzen erhalten könnten.

Beide Unternehmen äusserten sich aber zuversichtlich, dass der Zusammenschluss im Volumen von 43 Milliarden Dollar letztlich gelingt. So rechnet Syngenta-Verwaltungsratspräsident Michel Demaré mit nur geringen Zugeständnissen, die für die Übernahme nötig sein.

"Die Überlappung zwischen ChemChina und Syngenta ist extrem klein", sagte er diese Woche am Weltwirtschaftsforum in Davos in einem Interview mit Bloomberg-TV.

Angebot im Frühjahr vorgelegt

ChemChina hatte im März letzten Jahres das offizielle Kaufangebot für Syngenta vorgelegt. Das rund 43 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot hat sie seither aufgrund der ausstehender behördlicher Bewilligungen fünf Mal verlängert. Die jüngste Kaufofferte gilt nun bis zum 2. März 2017.

Sobald die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vorlägen, werde ChemChina eine letzte Verlängerung der Hauptangebotsfrist von bis zu 20 Tagen bekannt geben, hiess es im Dezember bei Syngenta. Am Ende dieser Frist wäre dann die Geschäftsabwicklung beendet, sofern mindestens 67 Prozent der ausgegebenen Aktien an ChemChina gehen.

Mit dem Kauf von Syngenta würde die chinesische ChemChina zu einem wichtigen Akteur in der Agrochemie-Branche weltweit. Gelingt die Transaktion, wäre dies die bisher grösste chinesische Übernahme im Ausland.

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SDA-ATS