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Der Orthopädiekonzern Synthes wird vollständig amerikanisch. Firmenlenker Hansjörg Wyss verkauft sein Lebenswerk an den US-amerikanischen Grosskonzern Johnson&Johnson (J&J). J&J zahlt 21,3 Mrd. Dollar für den weltgrössten Anbieter von Knochenschrauben und Skelettimplantaten.

Der Verkauf kommt nicht überraschend. J&J und Synthes hatten schon vor einer Woche bekannt gegeben, dass sie Gespräche führten. Alles hing von Verwaltungsratspräsident Hansjörg Wyss ab. Er hat das Unternehmen ab 1977 aufgebaut und kontrolliert direkt sowie über eine Stiftung 47,8 Prozent an Synthes.

"Ich freue mich sehr, dass mein Lebenswerk als Teil von Johnson & Johnson fortbesteht", liess sich Wyss nun am Mittwoch in einer Mitteilung der beiden Konzerne zitieren. J&J bietet den Synthes-Aktionären 159 Fr. je Titel, wobei rund zwei Drittel davon in Form von J&J-Aktien bezahlt werden.

Mindestens ein Drittel aller Aktien hat J&J bereits von Hansjörg Wyss erhalten. Dass er nicht sein gesamtes Aktienpaket schon jetzt an J&J weitergereicht hat, begründete Wyss an einer Telefonkonferenz mit steuerlichen Gründen.

Dies eröffne ihm neue philantropische Möglichkeiten, sagte Wyss. Alle seine Aktien seien aber für J&J vorgesehen. Wyss unterstützte als Mäzen unter anderem die US-Universität Harvard oder die Furka-Dampfbahn in der Schweiz. Gemäss dem amerikanischen Forbes-Magazin war der gebürtige Stadtberner letztes Jahr weltweit die 154-reichste Person mit 6,4 Mrd. Dollar Vermögen.

Wenig Überschneidungen

Synthes soll nun mit der DePuy-Gruppe von Johnson&Johnson zusammengeführt werden. J&J-Chef Bill Weldon bezeichnete die Aktivitäten der beiden Unternehmen als sehr komplementär. "Es geht um Wachstumssynergien, nicht Kostensynergien", sagte J&J-Finanzchef Dominic Caruso.

Gewisse Überlappungen gebe es lediglich bei den Produkten für die Behandlungen von Wirbelsäulen, hiess es an der Telefonkonferenz weiter. Laut Weldon geht J&J nicht davon aus, dass Firmenverkäufe nötig werden, um die Bewilligung der Kartellbehörden zu erhalten.

Synthes produziert Nagel, Schrauben und Platten für die Behandlung von Knochenbrüchen. Das Unternehmen stellt auch Skelettimplantate her. Letztes Jahr erzielte der Orthopädiekonzern einen Umsatz von 3,69 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 907 Mio. Dollar.

Obwohl Synthes an der Schweizer Börse kotiert ist, ist das Unternehmen bereits jetzt amerikanisch. Der Firmensitz befindet sich in der Nähe von Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania. In der Schweiz arbeiten 2800 der total über 10'000 Angestellte.

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SDA-ATS