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Grosse Teile Syriens liegen nach sechs Jahren Bürgerkrieg in Trümmern.

KEYSTONE/EPA/MOHAMMED BADRA

(sda-ats)

Einen Tag vor Beginn von neuen Friedensgesprächen im kasachischen Astana hat die syrische Armee von Machthaber Baschar al-Assad einseitig eine mehrtägige Waffenruhe für den Süden des Landes ausgerufen.

Die Waffenruhe in den Provinzen Daraa, Kuneitra und Suwaida habe bereits am Sonntagmittag begonnen und werde bis Donnerstagnacht andauern, teilte die Armee am Montag in einer über die staatliche Nachrichtenagentur Sana verbreiteten Erklärung mit.

Die Feuerpause solle "den Friedensprozess und die nationale Aussöhnung unterstützen", erklärte die Armee. Die in Grossbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich vor Ort auf ein dichtes Netz von Informanten stützt, bestätigte, dass die Kämpfe in den drei südlichen Provinzen "fast vollständig" zum Erliegen gekommen seien.

Gespräche in Astana

Im Astana sollen am Dienstag und Mittwoch unter der Vermittlung Russlands, des Iran und der Türkei erneut Gespräche zum Syrien-Krieg stattfinden. Moskau und Teheran sind Verbündete Assads, Ankara dagegen unterstützt die Rebellen.

Beim letzten Treffen in der kasachsischen Hauptstadt Anfang Mai hatten sich Russland, die Türkei und der Iran auf die Einrichtung von vier sogenannten Deeskalationszonen in Syrien verständigt. Eine davon umfasst die drei Provinzen, für die nun die Waffenruhe ausgerufen wurde.

Nach der Schutzzonen-Vereinbarung von Anfang Mai waren die Kämpfe in den vier Gebieten spürbar abgeflaut. Zuletzt hatte in der Provinz Daraa die Kämpfe aber wieder zugenommen.

Der UNO-Sondergesandte Staffan de Mistura zeigte sich zuletzt optimistisch, dass in Astana Fortschritte erzielt werden könnten. Am 10. Juli finden die nächsten Syrien-Verhandlungen unter Vermittlung der Vereinten Nationen in Genf statt. Die vorherigen Gesprächsrunden in Genf über einen politische Ausweg aus dem Konflikt hatten kaum Fortschritte gebracht.

In dem seit sechs Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien wurden bereits mehr als 320'000 Menschen getötet und Millionen weitere in die Flucht getrieben. Grosse Teile des Landes liegen in Trümmern.

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SDA-ATS