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Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sein ohnehin hartes Vorgehen gegen die Protestbewegung am Montag drastisch verschärft: In mehreren Städten eröffneten regierungstreue Kräfte laut Augenzeugen das Feuer und töteten dabei mehrere Dutzend Menschen.

Mehr als 3000 Sicherheitskräfte drangen nach Angaben von Bürgerrechtlern in die südliche Protesthochburg Daraa ein und schossen willkürlich um sich. Sie wurden von schweren Armee-Fahrzeugen flankiert, die ebenfalls das Feuer auf die 300'000-Einwohner-Stadt eröffneten.

Scharfschützen hätten auf den Dächern Stellung bezogen, mit Messern bewaffnete Sicherheitskräfte durchsuchten Häuser. "Es gibt eine Ausgangssperre. Sie schiessen auf alle, die ihre Häuser verlassen", sagte ein Augenzeuge. Auch auf Wassertanks werde geschossen, um die Vorräte der Bewohner zu zerstören.

Bei dem gross angelegten Militäreinsatz wurden nach Angaben von Augenzeugen mindestens 25 Menschen getötet. Die genaue Zahl der Toten sei aber nicht zu ermitteln, weil viele Opfer noch auf den Strassen lägen.

Sowohl die Stromversorgung als auch das Telefonnetz seien weitgehend zusammengebrochen. In Daraa hatte Mitte März die Protestbewegung ihren Anfang genommen.

Isolation von Aufständische

Ähnlich massiv gingen die Sicherheitskräfte in zwei weiteren Städten vor: dem Hauptstadt-Vorort Duma und der Küstenstadt Dschableh. Auch diese seien erst umstellt worden, bevor Heereseinheiten ins Zentrum vorgestossen seien.

Augenzeugen berichteten, Sicherheitskräfte hätten in Dschableh das Feuer eröffnet. Seit Sonntag gebe es eine Verhaftungswelle in der Stadt. Nach Darstellung einer Menschenrechtsgruppe wurden mindestens 13 Zivilisten getötet. Zuvor hatte es auch in Dschableh Demonstrationen gegeben.

Nach Angaben der jordanischen Regierung riegelte Syrien zudem offenbar die nahe Daraa gelegene Grenze zum Königreich ab.

Mehr als 150 Tote

Bei Gewalt durch Sicherheitskräfte kamen seit Freitag nach Angaben von Aktivisten mehr als 150 Menschen ums Leben. Die syrische Menschenrechtsorganisation Insan mit Sitz in Sevilla teilte mit, dass seit dem Tag zudem bei Razzien mehr als 220 Menschen verschwunden seien.

Seit Beginn der Protestbewegung Mitte März wurden laut Menschenrechtsgruppen mehr als 350 Menschen in Syrien getötet, mehr als 100 davon allein seit Freitag.

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The citizens' meeting

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SDA-ATS