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Das syrische Regime nimmt nach Darstellung der Opposition den Doppelanschlag vom Donnerstag zum Vorwand, um den Friedensplan des internationalen Sondergesandten Kofi Annan im Keim ersticken zu wollen. Die syrische Armee schoss nach den Freitagsgebeten erneut auf Demonstrationen.

"Das Regime versucht den Annan-Plan mit einer neuen Technik zu killen, dem Terrorismus", sagte der Präsident der grössten Oppositionsgruppe Syrischer Nationalrat (SNC), Burhan Ghaliun, am Freitag in Tokio. Ghaliun bekräftigte seinen Vorwurf, dass die syrische Regierung hinter dem Doppelanschlag vom Donnerstag stecke.

In Syrien sei keine friedliche Lösung "ohne Androhung von Gewalt gegen jene möglich, die den Plan nicht umsetzen", erklärte er. "Assad denkt, er kann alle seine Verpflichtungen ohne jede Folgen missachten", fügte er hinzu.

Ghaliun, deutete zudem an, dass die Selbstmordanschläge von der Regierung selbst beim Terrornetzwerk Al-Kaida bestellt wurden. "Die Verbindung zwischen der syrischen Regierung und Al-Kaida ist sehr stark", sagte er.

Bei dem Anschlag vor einem neunstöckigen Gebäude der Sicherheitsdienste in Damaskus wurden nach offiziellen Angaben 55 Menschen getötet und 372 weitere verletzt. Es war der schwerste Anschlag seit Beginn des Aufstands im März 2011.

Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Die Regierung sprach von einem Terroranschlag. Der syrische UNO-Botschafter Baschar Dschaafari sagte im Sicherheitsrat, in Syrien seien zwölf "ausländische Terroristen" getötet worden, darunter ein Franzose, ein Brite und ein Belgier.

Er habe eine Liste mit 26 Namen von "Terroristen, von denen einige mit Al-Kaida verbunden sind". Die syrische Regierung sieht in der Anschlagsserie meist gegen Regierungsgebäude einen Beleg dafür, dass sie mit einem Angriff terroristischer Kräfte und nicht mit einem Volksaufstand konfrontiert sei.

Opposition enttäuscht

Die syrische Protestbewegung ist von der Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die blutigen Ereignisse enttäuscht, wie die Union der Koordinationskomitees der syrischen Revolution erklärte. "Das internationale Schweigen zu diesem vorsätzlichen Morden erfüllt uns mit Schmerz und Misstrauen", hiess es in einer Botschaft.

Die USA halten weiter am internationalen Friedensplan für Syrien fest. Noch sei es zu früh, die Initiative des früheren UNO-Generalsekretärs Annan als gescheitert anzusehen, sagte die US-Botschafterin bei der UNO, Susan Rice, der Nachrichtenagentur Reuters.

SDA-ATS