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In Syrien liefern sich die Armee und Rebellen zunehmend heftige Gefechte. Die Regierungstruppen müssen dabei in den Hochburgen der Regimegegner immer mehr Verluste hinnehmen. Die Zahl der militanten Regimegegner steigt.

Die Regierung von Präsident Baschar al-Assad setze inzwischen verstärkt Helikopter ein, "nachdem ihre Bodentruppen grosse Verluste erlitten haben", sagte der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdul-Rahman am Montag. "Dutzende Fahrzeuge" seien seit Ende Mai "zerstört oder beschädigt" worden.

Ein Nachrichtenportal der Opposition schrieb unter Berufung auf eine Brigade der Freien Syrischen Armee, in der Provinz Homs hätten Deserteure am Montag mehrere gepanzerte Fahrzeuge der Truppen von Präsident Assad zerstört. Ausserdem hätten sich in einem Stützpunkt der Luftwaffe zahlreiche Soldaten und Offiziere den Deserteuren angeschlossen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, am Vortag seien 22 Angehörige der Armee und der Sicherheitskräfte beigesetzt worden. Diese seien von "Terroristen" in den Provinzen Latakia, Damaskus-Land und Deir al-Zor getötet worden.

Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter berichtete ihrerseits, am Montag hätten die Regierungstruppen versucht, die von den Regimegegnern kontrollierte Ortschaft Rastan sowie mehrere Stadtteile von Homs einzunehmen.

Immer besser bewaffnet

In einem Internet-Forum der Opposition war am vergangenen Wochenende ein Video aufgetaucht, das angeblich maskierte syrische Regimegegner zeigt. Sie tragen Panzerfäuste und danken "den Revolutionären aus Derna" in Libyen für ihre Waffenlieferungen.

Auch aus anderen Quellen mehren sich inzwischen Hinweise darauf, dass die Bewaffnung der Assad-Gegner jetzt deutlich besser ist als noch vor etwa zwei Monaten.

Die zunehmende Gewalt bereitet dem UNO-Sondergesandten Kofi Annan Sorgen. Er sei sehr besorgt über die Berichte über heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen, heisst es in einer Mitteilung.

Unterdessen kündigte das russische Aussenministerium an, dass Aussenminister Sergej Lawrow am Mittwoch den Iran besuchen werde. Russland und der Iran gelten als engste Verbündete von Präsident Baschar al-Assad. Gemeinsam mit China hat Russland bereits zwei Mal eine Resolution im UNO-Sicherheitsrat blockiert, die mit Sanktionen gegen Syrien drohte.

SDA-ATS