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Immer mehr syrische Bürger fliehen ins Nachbarland Türkei. Sie fürchten sich vor der Gewalt der Regierungstruppen. Diese bereiteten am Mittwoch offenbar einen Angriff auf die nördliche Grenzstadt Dschisr al Schughur vor.

Die Regierungstruppen stünden vor einer "sehr heiklen" Operation, hiess es in der dem Regime von Präsident Baschar al-Assad nahestehenden Zeitung Al Watan. Menschenrechtler berichteten unter Berufung auf Augenzeugen von Panzerkonvois und mehreren tausend Elitesoldaten, die in Richtung Dschisr al Schughur vorgerückt seien.

Bei den Soldaten handle es sich überwiegend um Angehörige der Vierten Division, die dem Bruder des Präsidenten, Maher, unterstehe. Er gehe von einem unmittelbar bevorstehenden Angriff aus, der von der Regierung als "entscheidende Schlacht" betrachtet werde, sagte ein Aktivist.

In dem Bericht der Zeitung hiess es, bewaffnete Banden hielten in Dschisr al Schughur Menschen gefangen und hätten Sprengfallen in Dörfern der Umgebung aufgestellt. Viele der Aufständischen versteckten sich im Wald oder in Höhlen.

In den vergangenen Tagen waren in der Stadt nahe der türkischen Grenze bei heftigen Kämpfen mindestens 120 Angehörige der Sicherheitskräfte getötet worden. Aktivisten zufolge war es zu einer Meuterei von Soldaten gekommen, die sich geweigert hätten, weiter gewaltsam gegen Demonstranten vorzugehen.

Hunderte fliehen in die Türkei

An der türkischen Grenzen kamen erneut zahlreiche syrische Flüchtlinge an. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, in der Nacht und am Mittwoch seien 169 Flüchtlinge gekommen. Am Vortag waren etwa 200 Syrer geflüchtet. Seit Beginn der Proteste im März sind dem türkischen Aussenministerium zufolge rund 420 Syrer in die Türkei geflohen.

Die Flüchtlinge würden in einer vom Roten Kreuz errichteten Zeltstadt in dem Grenzort Yayladagi untergebracht. Mehr als 30 Menschen seien in türkischen Kliniken wegen Verwundungen behandelt worden, hiess es. Ein Syrer sei seinen Verletzungen erlegen.

Die Stadt Dschisr al Schughur, in der das syrische Regime in den vergangenen Tagen mit besonders brutaler Gewalt gegen die seit Wochen anhaltende Protestbewegung im Land vorgegangen war, liegt nur etwa 20 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

Aus Angst vor Vergeltungsmassnahmen der Regierungstruppen haben viele Einwohner die Stadt inzwischen verlassen. Die Türkei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen Massenansturm syrischer Flüchtlinge vor.

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SDA-ATS