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CS-AKTIONÄRE SAGEN JA: Mit 87,98 Prozent der anwesenden Stimmen hat die Generalversammlung der Credit Suisse (CS) dem Vergütungsbericht der Bank ihren Segen gegeben. 10,30 Prozent stimmten bei dem emotional diskutierten Traktandum gegen das System, das der 13-köpfigen Geschäftsleitung insgesamt 74,1 Mio. Fr. zugesteht. In der Kritik der Kleinaktionäre stand vor allem Konzernchef Brady Dougan, der 7,8 Mio. Fr. in Form eines Fixsalärs und diverser Bonusbestandteile erhält, die zum Teil aufgeschoben und an Leistungsziele geknüpft sind. Die Verwaltungsrat unter Urs Rohner kam auch mit dem Antrag durch, neue Aktien für Mitarbeitervergütungen zu schaffen. Das umstrittene Traktandum erhielt 75,26 Prozent Ja-Stimmen. 24,33 Prozent lehnten den Antrag, der unter anderem von institutionellen Investoren wegen des Verwässerungseffekts anderer Aktien kritisiert worden war, ab.

NUR TABLETS FLORIEREN: Der Schweizer Computermarkt ist im vergangenen Jahr nur dank dem Boom der Tabletcomputer gewachsen. Insgesamt gingen 2,641 Mio. Computer über den Ladentisch. Das sind 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies verhalf dem Umsatz zu einem Plus von 3,7 Prozent auf 2,291 Mrd. Franken, wie aus dem IT-Markt-Report 2013 hervorgeht. Dabei schoss der Absatz von Tablets um knapp 80 Prozent auf 811'000 Geräte in die Höhe. Ohne die Flachrechner, die der einzige Wachstumszweig sind, sieht die Lage der Branche düster aus: Dann wäre der Computerabsatz um 11,6 Prozent auf 1,83 Mio. Geräte geschrumpft. Der Erfolg der Tablets ging vor allem auf Kosten der Laptops, wo die billigen Netbooks praktisch verschwanden.

KEIN GOLD IN DEN USA: Weil die Urheber der Volksinitiative "Rettet unser Schweizer Gold" behaupten, rund die Hälfte des Golds der Schweizerischen Nationalbank (SNB) liege im Ausland und hauptsächlich in den USA, hat SNB-Präsident Thomas Jordan erstmals bekannt gegeben, wo wie viel Gold gelagert wird. Demnach befinden sich 70 Prozent der über 1000 Tonnen Gold in Schweizer Tresoren. 20 Prozent sind der Zentralbank von England angetraut und 10 Prozent liegen bei der kanadischen Zentralbank. In den letzten zehn Jahren sei kein Gold in anderen als diesen beiden Ländern aufbewahrt worden, sagte Jordan an der SNB-Generalversammlung in Bern.

SNB BLEIBT BEI IHRER GELDPOLITIK: Zur Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bekamen die Aktionäre an der Generalversammlung am Freitag nichts Neues zu hören. SNB-Präsident Thomas Jordan bekräftigte einzig, was zuvor schon unzählige Mal zu hören war. Die SNB werde den Mindestkurs deshalb weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen und wenn nötig Devisen in unbeschränkter Höhe kaufen. Ausserdem - und auch das hat Jordan schon mehrfach gesagt - stehe die Nationalbank bereit, jederzeit weitere Massnahmen zu ergreifen. Begründet hat Jordan die konstante Haltung der SNB mit der weiterhin nicht gebannten Gefahr, dass der Franken angesichts der globalen Wirtschaftslage und des beschwerlichen Wegs aus der Krise in Europa plötzlich wieder unter Aufwertungsdruck geraten könnte.

WENIGER UMSATZ: Die Bucher-Industriegruppe hat im ersten Quartal mit 657,5 Mio. Fr. 4,1 Prozent weniger Umsatz erzielt als im Vorjahr. Um Akquisitionen, Devestitionen und Währungseffekte bereinigt hätte das Minus gar 7,6 Prozent betragen. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte der Konzern allerdings aufgrund von Grossaufträgen einen Umsatzsprung um über 20 Prozent verzeichnen können. Nicht alle Geschäftssparten mussten gleichermassen eine Umsatzeinbusse hinnehmen: Bei den Munizipalfahrzeugen ging der Umsatz beispielsweise zurück, in der Landmaschinensparte stieg er. Der Bestellungseingang im ersten Quartal belief sich auf 672 Mio. Franken, 14,7 Prozent mehr als 2012.

REKURS EINGELEGT: Der Hörgerätehersteller Sonova erhebt Einsprache gegen das Urteil eines US-amerikanischen Bezirksgerichts, welches die Tochtergesellschaft Advanced Bionics zu einer Schadenersatzzahlung von 7,25 Mio. Dollar verpflichtet. Beim Fall geht es um ein Hörgerät, das 2006 einer Patientin implantiert worden war und aufgrund von Fehlfunktionen ersetzt werden musste. Advanced Bionics hatte damals das Hörgeräte-Modell freiwillig vom Markt zurückgerufen. Den der Patientin zugebilligte Schadenersatzanspruch bezeichnet Sonova als "unerwartet hoch". Deshalb erhöht der Hörgerätehersteller, der Advanced Bionics erst 2009 übernommen hatte, auch seine Rückstellungen für ähnlich gelagerte Fälle überprüft von bisher 52 Mio. Fr. auf 250 Mio. Franken. Die Rechnung des Geschäftsjahres 2012/13 fällt dementsprechend schlechter aus.

LEICHTES WACHSTUM: Die Schweizer Wirtschaft wird in den kommenden Monaten weiterhin leicht wachsen. Darauf deutet das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) hin, das im April 1,02 Punkte anzeigt. Der Frühindikator für das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) ist damit im Vergleich zum März praktisch unverändert geblieben. Für Wachstum sorgt demnach weiterhin das Baugewerbe, aber auch die Finanzindustrie. Die Industrie dürfte dagegen gemäss der KOF-Erhebung weiterhin hinken. Für die Exporte in die EU zeigt das Barometer eine stabile Entwicklung an, während der Konsum leicht zulegen dürfte.

WENIGER ÜBERNACHTUNGEN: Auf den Schweizer Campingplätzen sind 2012 3,0 Prozent weniger Übernachtungen verzeichnet worden als noch im Jahr davor. Auf den über 420 vom Bundesamt für Statistik (BFS) erfassten Plätzen wurden insgesamt 2,96 Mio. Übernachtungen gezählt. Knapp 60 Prozent davon waren Übernachtungen von in der Schweiz wohnhaften Personen. Die inländische Nachfrage nach Standplätzen für Zelte oder Wohnwagen ist damit um 3,2 Prozent angestiegen. Gäste aus dem Ausland übernachteten dagegen weniger oft auf den Schweizer Campingplätze. Deren Übernachtungszahl sank 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 1,20 Millionen.

BUNDESBANK GREIFT EZB AN: Die Deutsche Bundesbank hat die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ungewöhnlich scharf angegriffen. In einer Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht geisselt die Deutsche Bundesbank insbesondere frühere und mögliche weitere unbegrenzte Staatsanleihenkäufe durch die EZB. Die Käufe könnten die Unabhängigkeit der Zentralbank gefährden. Diese sei aber eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Erfüllung ihrer Hauptaufgabe, der Wahrung eines stabilen Preisniveaus, hiess es am Freitag. Die EZB bewege sich am Rande ihres Mandats, das die monetäre Staatsfinanzierung verbietet. Denn die Notenbank finanziert indirekt die Schulden, die von den hoch verschuldeten Euro-Ländern aufgenommen werden. Die Bundesbank warnt, dass ein einziger Fall, der das Verbot der Staatsfinanzierung aushebele, andere Länder in die Versuchung geraten lassen könne, sich ebenfalls auf die Notenbank zu verlassen:

WIRTSCHAFT SCHRUMPFT: Die spanische Regierung rechnet auch für das laufende Jahr mit einem deutlichen Schrumpfen der Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2013 wohl um 1,3 Prozent zurückgehen. Im kommenden Jahr kann gemäss der Regierung dann wieder ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent erreicht werden. Die Prognose für das Haushaltsdefizit verschlechterte sich deutlich. Es soll in diesem Jahr bei 6,3 Prozent des BIP liegen, während die EU eigentlich ein Maximum von drei Prozent vorschreibt. Bislang war die spanische Regierung von einem Haushaltsdefizit von 4,5 Prozent für 2013 ausgegangen. Die Defizit-Quote von drei Prozent wird Spanien nach den jüngsten Berechnungen der Regierung in Madrid erst 2016 erreichen.

2,5 PROZENT WACHSTUM: Die Wirtschaftsleistung der USA ist von Januar bis März im Jahresvergleich um 2,5 Prozent gewachsen. Das Wirtschaftswachstum angeschoben haben hauptsächlich die Konsumenten: Sie erhöhten ihre Ausgaben um 3,2 Prozent, obwohl gleichzeitig die Einkommen wegen höherer Steuern um 5,3 Prozent zurückgingen. Neben dem Konsum schoben auch der Wohnungsbau und die Investitionen der Unternehmen die Wirtschaft an. Dagegen bremste der Aussenhandel und die gesunkenen Staatsausgaben die Konjunktur ab.

BASF MIT GEWINN: BASF hat zum Jahresstart von einer hohen Nachfrage nach Agrar-Chemikalien und einem unerwartet starken Basischemie-Geschäft profitiert. Das Betriebsergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen legte im ersten Quartal binnen Jahresfrist um zehn Prozent auf 2,2 Mrd. Euro zu. Damit schnitt das weltgrösste Chemieunternehmen einen Tick besser ab als Analysten erwartet hatten: Sie hatten dem Branchenprimus im Schnitt 2,14 Mrd. Euro zugetraut. Von Januar bis März setzte der Konzern 19,7 Mrd. Euro um - ein Plus von fünf Prozent. BASF baute seine Verkaufsmengen aus und konnte auch die Preise leicht anheben. Ungünstige Wechselkurse wirkten sich dagegen negativ auf das Umsatzwachstum aus. Unter dem Strich stand für das Auftaktquartal ein Überschuss von 1,45 Mrd. Euro in den Büchern. Das sind 15,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist, als das Unternehmen einen Sonderertrag von 645 Mio. Euro aus dem Verkauf des Düngemittelgeschäfts erzielt hatte.

NEUER EURO-FÜNFER: Bald halten ihn Europas Konsumenten in den Händen: Den neuen Fünf-Euro-Schein. Von nächstem Donnerstag (2.5.) an wollen die Zentralbanken der 17 Eurostaaten die überarbeitete Banknote unters Volk bringen - insgesamt drei Milliarden Stück. Spürbarste Veränderung: Die Oberfläche ist glatt, weil der Schein mit Speziallack überzogen ist. Das soll den Fünfer, der üblicherweise rasch den Besitzer wechselt, haltbarer machen. Dass ein Schein deswegen 0,71 Gramm wiegt und damit etwas mehr als ein derzeitiger Fünfer (0,63 Gramm) dürfte man kaum merken. Auffälliger sind das neu gestaltete Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins: Beide zeigen das Motiv der griechischen Mythenfigur Europa - Namensgeberin des Kontinents und der zweiten Euro-Generation seit Einführung des gemeinsamen europäischen Bargelds 2002: "Europa-Serie".

TOTAL-GEWINN VERSANDET: Der französische Ölkonzern Total hat im ersten Quartal weniger verdient. Produktionsausfälle in der Nordsee und vor allem der kostspielige Ausstieg aus dem kanadischen Ölsandprojekt Voyageur liessen den Überschuss um mehr als die Hälfte auf 1,54 Mrd. Euro einbrechen. Bereinigt um Sondereffekte und zu Wiederbeschaffungskosten sank der Gewinn um sieben Prozent auf 2,9 Mrd. Euro, wie Total in Paris mitteilte. Die Total-Aktie gab am Vormittag ein gutes Prozent auf 37,71 Euro nach. Analysten bezeichneten die Ergebnisse in einer ersten Einschätzung als "Enttäuschung". Total hatte im März beschlossen, seine Beteiligung von 49 Prozent an dem Projekt in der kanadischen Provinz Alberta an den lokalen Mehrheitspartner Suncor Energy abzutreten. Der Rückzug brockte dem Konzern allerdings auch Belastungen in Höhe von 1,25 Mrd. Euro ein.

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SDA-ATS