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Die radikal-islamischen Taliban haben eine neue Frühjahrsoffensive in Afghanistan angedroht und gleich drei Polizisten getötet. In einer Mitteilung kündigten sie an, von diesem Sonntag an auf "systematische und koordinierte Weise" gegen internationale Truppen, Militärflughäfen und Botschaften vorzugehen.

Ziel sei es, landesweit so viele Menschen wie möglich in ihre Gewalt zu bringen oder zu töten. Auch Polizisten, Armeeangehörige und andere Regierungsmitarbeiter seien im Visier.

Die sogenannte Frühjahrsoffensive ist Teil einer Strategie der Taliban. Demnach haben spektakuläre Terroraktionen Vorrang vor aufreibenden, stundenlangen Gefechten. Im vergangenen Jahr hatten die Taliban ihre Offensive mit einer blutigen Anschlagsserie begonnen.

Dieses Mal blieb es zunächst verhältnismässig ruhig. Allerdings starben drei Polizisten, als ihr Fahrzeug im Südosten des Lands in eine Sprengfalle der Taliban geriet. Zwei weitere Polizisten seien bei der Explosion verletzt worden, sagte ein Sprecher der Provinz Ghasni am Sonntag.

Die Regierung in Kabul reagierte gelassen auf die Ankündigung der Taliban. Die afghanische Armee sei gut gerüstet, um jeden Angriff zu vereiteln, erklärte das Verteidigungsministerium am Samstag.

Die Armee sei inzwischen für die Sicherheit in 90 Prozent des Landes zuständig und bereite sich darauf vor, die Verantwortung für das ganze Land zu übernehmen. Die "Feinde Afghanistans" fürchteten diese Entwicklung und wollten die öffentliche Meinung deshalb beeinflussen.

NATO-Flugzeug stürzt ab

Offenbar unabhängig von der Ankündigung der Taliban stürzte am Samstag in Afghanistan ein Flugzeug der NATO ab. Die NATO-Truppe ISAF teilte mit, dessen Ursache werde untersucht.

Erste Erkenntnisse deuteten aber darauf hin, "dass es im Umfeld zu diesem Zeitpunkt keine feindlichen Aktivitäten gab". Der Absturz wäre demnach nicht von den aufständischen Taliban verursacht. Die Staatsangehörigkeit der ums Leben gekommenen Besatzungsmitglieder teilte die ISAF nicht mit.

Das Flugzeug stürzte im Süden des Landes ab, wo die USA die meisten ISAF-Soldaten stellen. Derzeit sind rund 100'000 NATO-Soldaten am Hindukusch stationiert; im kommenden Jahr sollen die Kampftruppen abgezogen werden. Dann sollen einheimische Kräfte für Sicherheit sorgen.

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SDA-ATS