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In Afghanistan haben radikalislamische Taliban einen Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation öffentlich hingerichtet. Der afghanische Mitarbeiter der Organisation Madera war Ende Mai in der Provinz Ghor verschleppt worden, wie der örtliche Polizeichef sagte.

Am Samstagabend sei er dann von den Taliban aufgehängt und erschossen worden. Die Hilfsorganisation bestätigte den Tod ihres Mitarbeiters. Nach Angaben der Entwicklungshelfer wollten die Entführer die Frau eines örtlichen Talibananführers aus dem Gefängnis freipressen.

"Als den Taliban klar wurde, dass die Regierung sie nicht freilässt, haben sie unseren Kollegen getötet", sagte Madera-Einsatzleiter Ramasan Mahdyar. Seinen Angaben zufolge wurde der Mann erschossen und seine Leiche an einem Baum aufgehängt. Die Bevölkerung wurde angewiesen, sie dort drei Tage und Nächte hängen zu lassen.

Die 1988 gegründete Hilfsorganisation Madera beschäftigt in Afghanistan rund 600 Mitarbeiter, darunter gut ein Dutzend Ausländer. Ihre Projekte richten sich vor allem an die Bevölkerung in ländlichen Gebieten.

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SDA-ATS