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Der tatsächliche Benzin- respektive Dieselverbrauch von neuen Autos ist einer Studie zufolge um ein Viertel höher als von den Herstellern angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Untersuchung des International Council on Clean Transportation (ICCT).

Für die Studie wurden die offiziellen Angaben der Hersteller mit Daten aus anderen unabhängigen Quellen aus verschiedenen europäischen Ländern verglichen. ICCT hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Bereitsstellung unabhängiger Analysen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Verkehr beizutragen. Die Organisation wird von verschiedenen Stiftungen finanziert.

"Sämtliche uns vorliegende Datenquellen bestätigen, dass die Lücke zwischen dem von Herstellern veröffentlichten Kraftstoffverbrauch und dem tatsächlich vom Kunden festgestellten Verbrauch seit Jahren zunimmt", erklärte Peter Mock, der Geschäftsführer von ICCT in Europa. Seiner Ansicht nach verringert dies die Bereitschaft zum Kauf energiesparender Technologien.

Nach Angaben von ICCT beruht die Analyse auf dem "tatsächlichen Fahrprofil" von knapp 500'000 neu zugelassenen Personenwagen in Europa. Die Daten stammten demnach von Fahrzeugclubs wie dem deutschen ADAC, von Leasingfirmen, Konsumentenorganisationen sowie von Internetseiten wie spritmonitor.de.

Eine Vielzahl anderer Organisationen hatte bereits früher Kritik an der offenbar oft zu optimistischen Darstellung des Benzinverbrauchs durch die Hersteller geübt.

Verlässliche Verbrauchsangaben beschäftigen derzeit auch die EU-Kommission. Gemäss Insiderinformationen will diese einen neuen Testmodus einführen, um die Differenzen zwischen Angaben der Hersteller und tatsächlichem Kraftstoffverbrauch zu verringern.

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SDA-ATS