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Hunderttausende Menschen haben am 1. Mai weltweit für ihre Rechte als Arbeitnehmer demonstriert. In den krisengeschüttelten EU-Staaten Griechenland und Spanien gingen jeweils zehntausende Menschen auf die Strasse.

In Spanien demonstrierten mehr als 100'000 Menschen in 80 Städten. Die beiden grössten Gewerkschaften sprachen sogar von fast einer Million Demonstranten landesweit, die gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die Sparmassnahmen der konservativen Regierung protestierten. Mit 24,4 Prozent hat Spanien die höchste Arbeitslosenrate in der industrialisierten Welt.

Auch in Griechenland, wo am Sonntag ein neues Parlament gewählt wird, gingen Zehntausende auf die Strasse. In der Hauptstadt Athen demonstrierten laut Polizei mehr als 18'000 Menschen. In Thessaloniki und anderen Städten protestierten die Menschen ebenfalls gegen die Sparmassnahmen der Regierung.

In Deutschland beteiligten sich laut dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) 419'000 Menschen an den bundesweiten Demonstrationen.

Bei der zentralen Kundgebung des DGB in Stuttgart rief DGB-Chef Michael Sommer dazu auf, nicht die Allgemeinheit für die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa bezahlen zu lassen. Es seien "die gierigen Eliten, die die Staaten ausgeplündert haben und es weiter tun und tun wollen", sagte Sommer.

150'000 Kreml-Anhänger in Moskau

Die grösste Demonstration zum Tag der Arbeit fand jedoch in Russland statt: Rund 150'000 Kreml-Anhänger zogen durch Moskau. Angeführt wurde die in ihren Dimensionen an Sowjet-Zeiten erinnernde Demonstration im Herzen der russischen Hauptstadt vom designierten Präsidenten Wladimir Putin und Amtsinhaber Dmitri Medwedew.

Ein von der oppositionellen Kommunistischen Partei organisierter Aufmarsch zum 1. Mai versammelte dagegen laut Polizeiangaben lediglich 3500 Teilnehmer. Die Opposition plant für kommenden Sonntag, am Vortag von Putins Amtseinführung, einen "Marsch der Millionen" in Moskau.

In Tunesien demonstrierten fast 20'000 Menschen für mehr Arbeitsplätze und die nationale Einheit. Die Menschen riefen Parolen wie "Brot, Freiheit und nationale Würde", die sie bereits vor mehr als einem Jahr bei den Massenprotesten gegen den damaligen Staatschef Zine al-Abidine Ben Ali skandiert hatten.

SDA-ATS