Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Tausende Demonstranten haben am Samstag in Tokio die Abschaltung des letzten aktiven Atomreaktors in Japan gefeiert. Sie zogen durch einen Park im Zentrum der Hauptstadt und schwenkten Transparente mit der Aufschrift "Nein zur Atomkraft".

Die Demonstranten erklärten, sie seien nicht besorgt wegen einer möglichen Stromknappheit, vor der die Regierung gewarnt hatte. "Heute ist ein historischer Tag", sagte Masashi Ishikawa in einer Rede vor den etwa 5500 Demonstranten in einem Park in Tokio. "Es gibt so viele Atomkraftwerke, aber nicht ein einziges wird heute in Betrieb sein, und das geschieht dank unserer Bemühungen."

Einer von drei Reaktoren im Atomkraftwerk Tomari auf der Insel Hokkaido sollte gegen 23.00 Uhr (Ortszeit; 16.00 Uhr MESZ) für eine planmässige Wartung vom Netz genommen sein.

Regierung will an Atomkraft festhalten

Die Aktivisten erklärten, es sei passend, dass der letzte Reaktor ausgerechnet am jährlichen Kindertag vom Netz genommen werde, schliesslich gehe es ihnen um den Schutz der Kinder vor der Strahlung.

Die Demonstranten hielten die karpfenförmigen Banner in die Höhe, die traditionell am Kindertag gezeigt werden. Sie sind inzwischen aber auch zu einem Symbol der Antiatomkraftbewegung geworden.

Seit der Atom- und Tsunamikatastrophe vom 11. März vergangenen Jahres wurde kein zu Wartungszwecken abgeschalteter Reaktor wieder hochgefahren. Die Regierung hat jedoch angekündigt, sie wolle die Reaktoren wieder ans Netz bringen, um Stromausfälle zu vermeiden.

Allerdings müssen die Reaktoren nun neue Tests bestehen und benötigen die Zustimmung der örtlichen Bevölkerung. Die Demonstranten erklärten, das Land brauche die Atomkraft nicht, wie sich nun zeige. Vor den Naturkatastrophen bezog Japan ein Drittel seiner Elektrizität aus Atomkraft.

SDA-ATS