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Mexiko-Stadt - Mehrere Tausend Journalisten haben am Wochenende in verschiedenen Städten Mexikos gegen die Macht der Drogenkartelle demonstriert. Sie forderten die Regierung des Landes auf, entschiedener zum Schutz der Medien und der Freiheit der Presse einzuschreiten.
Bei der zentralen Demonstration in Mexiko-Stadt kamen am Samstag rund 1500 Journalisten zusammen, um vor dem Innenministerium zu demonstrieren.
In vielen Regionen Mexikos haben die staatlichen Organe die Macht an die Drogenkartelle verloren. Dadurch sind auch die Medien in Gefahr, von den kriminellen Banden kontrolliert zu werden. Besonders Polizeireporter werden zum Schweigen gezwungen. Seit dem Jahre 2000 wurden offiziellen Angaben zufolge 64 Journalisten getötet, mehrere weitere sind verschwunden.
Der Aufruf zu den Protestmärschen erfolgte, als Ende Juli vier Journalisten entführt wurden, die vor einem Gefängnis von Durango Aufnahmen machten und recherchierten.
Die Führung des Gefängnisses hatte einer Gruppe von Häftlingen nicht nur gestattet, zu nächtlichen Mordzügen das Gefängnis zu verlassen, sondern sie auch noch mit Waffen versorgt. Die Journalisten wurden inzwischen befreit.
Mexiko gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten weltweit. In diesem Jahr waren sechs Medienhäuser Ziel von Attacken, sie wurden mit Granaten beschossen und erhielten Bombendrohungen.
Das seien doppelt so viele wie im Jahr zuvor, teilten die Organisatoren der Demonstration in Mexiko-Stadt, darunter die "Reporter ohne Grenzen", mit. Im Bundesstaat Chihuahua mit der Grenzstadt Ciudad Juárez gelten Journalisten derart gefährdet, dass Versicherungen sich weigerten, ihnen Lebensversicherungen auszustellen.

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SDA-ATS