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Die Gegendemonstration fand deutlich mehr Zulauf als die Veranstaltung zur Redefreiheit.

KEYSTONE/AP/MICHAEL DWYER

(sda-ats)

Angespannte Stunden in Boston: Eine Woche nach den Zusammenstössen in Charlottesville sind in der US-Ostküstenstadt Tausende auf die Strasse gegangen - Demonstranten und Gegendemonstranten. Aber es bleibt friedlich, wohl auch dank einer gut vorbereiteten Polizei.

Medien in der Stadt im Bundesstaat Massachusetts schätzten die Teilnehmerzahl der antirassistischen Kundgebung auf 15'000 bis 30'000.

Ihre Aktion richtete sich zugleich gegen eine Kundgebung für freie Meinungsäusserung, die zu selben Zeit in einem Park der Stadt abgehalten wurde. An dieser nahmen jedoch nur ein paar Dutzend Personen teil. Die Gegendemonstranten sahen darin eine verkappte Veranstaltung zur Förderung rechtsextremer Standpunkte, was die Organisatoren aber bestritten.

Die Veranstaltungen wurden von einem starken Polizeiaufgebot begleitet, nachdem es in Charlottesville bei einer Kundgebung rechtsextremer Gruppen zu Zusammenstössen mit Gegendemonstranten gekommen war.

In Boston gelang es aber, beide Lager voneinander getrennt zu halten: An einem Punkt drängte eine Kette von Polizisten Gegendemonstranten zurück. Die Polizei berichtete von vereinzelten Rangeleien mit Demonstranten; Kundgebungsteilnehmer hätten Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen. Etwa 20 Menschen seien festgenommen worden.

Trump lobt Polizeieinsatz

Die Stadt hatte nach Medienberichten vorsichtshalber mehr als 500 Polizisten - darunter auch mehrere Beamte in Zivil - aufgeboten, um eine etwaige Wiederholung der Szenen von Charlottesville zu verhindern.

US-Präsident Donald Trump würdigte den Einsatz der Polizei. "Sieht so aus, als seien viele Anti-Polizei-Agitatoren in Boston", schrieb der Präsident auf Twitter. "Die Polizei wirkt hart und geschickt." In der vergangenen Woche hatte Trump einen Sturm der Entrüstung ausgelöst, weil er sich nicht klar von den rechten Demonstranten in Charlottesville distanzieren wollte.

Die Kundgebung für freie Meinungsäusserung war schon vor den Vorfällen in Charlottesville geplant gewesen, auch haben sich die Organisatoren von der dortigen Gewalt distanziert. Aber nach Medienberichten standen auf der Rednerliste mehrere Menschen, die mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht werden. Zudem wurde befürchtet, dass sich zahlreiche Rechtsextreme an der Veranstaltung beteiligen könnten.

Die Veranstalter selber - eine Gruppe namens "Boston Free Speech Coalition" - beschreiben sich als "eine Koalition von Libertären, Progressiven, Konservativen und Unabhängigen". Ziel sei es, einen "friedlichen und offenen Dialog über die Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäusserung und die Bedrohung dieses Rechts" zu führen.

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SDA-ATS