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Alexandria - Vor einer koptischen Kirche in Ägypten hat in der Silvesternacht ein Selbstmordattentäter mindestens 21 Christen mit in den Tod gerissen. Der Anschlag in Alexandria rief international Bestürzung hervor. Papst Benedikt XVI. sprach von einem "feigen Attentat".
Er verurteile "diese Strategie der Gewalt, die Christen zum Ziel hat", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag nach dem Angelus-Gebet. Wie auch die Bombenanschläge auf Christen im Irak bedeute das jüngste Attentat eine "Beleidigung Gottes und der gesamten Menschheit".
US-Präsident Barack Obama zeigte sich ebenfalls bestürzt und bot dem nordafrikanischen Land Hilfe an. Die Verantwortlichen müssten für "diese barbarische und abscheuliche Tat" zur Rechenschaft gezogen werden. Die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton sagte, es gebe "keinerlei Rechtfertigung für diesen Angriff".
Auch die Schweiz verurteilte das Attentat. Einmal mehr seien im Namen des Fanatismus' unschuldige Menschen in den Tod gerissen worden, heisst es in einem Communiqué des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).
Der Attentäter hatte seinen Sprengsatz in der Nacht von Freitag auf Samstag kurz nach Mitternacht gezündet, als rund 1000 Christen nach der Neujahrsmesse aus der Kirche auf die Strasse strömten. Durch die Explosion wurden das Gotteshaus sowie eine nahegelegene Moschee beschädigt. Unter den bis zu 80 Verletzten waren auch muslimische Passanten.
Die muslimischen Führer in Ägypten sprachen den Christen ihr Beileid aus. Zahlreiche Christen und Muslime kamen zu Trauermärschen in der Nähe der Kirche und auch in der Hauptstadt Kairo zusammen. Die Kirche war am Sonntag unter strengem Polizeischutz wieder geöffnet, eine Messe gab es aber nicht. Die meisten Gläubigen kamen ganz in Schwarz gekleidet und trauerten.
Zu der Tat bekannte sich niemand. Das Innenministerium sprach von einem Selbstmordanschlag und erklärte, wahrscheinlich seien "ausländische Elemente" beteiligt gewesen. Die Bombe sei aber im Inland hergestellt worden.

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SDA-ATS