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Weltweit haben Staats- und Regierungschefs den Tod von Al-Kaida-Führer Osama bin Laden als Meilenstein im Kampf gegen den Terrorismus begrüsst. In die Erleichterung über die Tötung des meistgesuchten Extremisten mischte sich aber auch die Sorge vor Racheakten.

"Der Tod bin Ladens ist der bisher bedeutendste Erfolg im Kampf unserer Nation gegen Al-Kaida", sagte US-Präsident Barack Obama am Sonntagabend in einer Fernsehansprache, in der er die Weltöffentlichkeit über den Tod bin Ladens informierte. Von einem Sieg über Al-Kaida sprach Obama allerdings nicht.

Obamas Vorgänger George W. Bush, in dessen Amtszeit die Anschläge vom 11. September 2001 fielen, äusserte seine Genugtuung: "Der Kampf gegen den Terrorismus geht weiter, aber heute Abend hat Amerika eine unmissverständliche Nachricht gesandt: Egal, wie lange es dauert, Gerechtigkeit wird einkehren."

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg erinnerte an das Leid, das Al-Kaida mit den Anschlägen auf das World Trade Center über seine Stadt gebracht hatte. "Die New Yorker haben fast zehn Jahre auf diese Nachricht gewartet", sagte Bloomberg. Vor dem Weissen Haus in Washington und am Ground Zero in New York versammelten sich Tausende US-Bürger zu spontanen Jubelfeiern.

Zufriedenheit in Europa

Auch in Europa löste die Nachricht Erleichterung aus. In einer gemeinsamen Stellungnahme nannten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der ständige EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy Bin Laden "einen Verbrecher", der für schreckliche Terroranschläge verantwortlich gewesen sei. Dass er nun getötet worden sei zeige, "dass solche Verbrechen nicht ungestraft bleiben".

Der britische Premierminister David Cameron sprach von einem "grossen Erfolg", Italiens Aussenminister Franco Frattini von einem "grossen Sieg für die USA und für die ganze internationale Gemeinschaft" im Kampf gegen den Terrorismus.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, mit der Tötung bin Ladens sei den USA ein entscheidender Schlag gegen Al-Kaida gelungen. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten", sagte Merkel.

Kritik aus dem Vatikan

Kritik kam dagegen aus dem Vatikan. Der Tod eines Menschen sei für einen Christen niemals Grund zur Freude, sagte der Sprecher von Papst Benedikt XVI., Federico Lombardi, in Rom. Das gelte auch für den Tod von Bin Laden.

Bin Laden sei verantwortlich gewesen "für Spaltungen und Hass zwischen den Völkern", fügte Lombardi an. Dies habe den Tod zahlloser Menschen verursacht. Der Vatikan hoffe, dass der Tod des Al-Kaida-Chefs nun "keine weiteren Hassausbrüche auslöst".

Die pakistanischen Taliban drohten Pakistan und den USA umgehend mit Vergeltung. Als erstes würden führende pakistanische Politiker, allen voran Präsident Asif Ali Zardari, und Vertreter des Militärs angegriffen. An zweiter Stelle stünden die USA, hiess es. Die im Gazastreifen regierende Hamas-Regierung bezeichnete bin Laden als "heiligen Krieger der arabischen Welt".

Zahlreiche Politiker betonten wie Obama, dass der internationale Terrorismus mit Bin Ladens Tod noch nicht besiegt sei. Der Kampf gegen Al-Kaida müsse ohne Unterbruch weitergeführt werden, verlautete aus dem französischen Präsidialamt.

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SDA-ATS