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Tausende Gewerkschaftsmitglieder haben in Bern gegen "Lohndumping und Rentenklau" demonstriert. Sie folgten einem Aufruf des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), der ein Zeichen gegen die Aushöhlung der Altersvorsorge und mangelnden Lohnschutz setzen wollte.

Auf dem Bundesplatz warfen mehrere Redner den bürgerlichen Regierungen im Land vor, sie verordneten Sparprogramme zulasten der Arbeitnehmenden und verwöhnten zugleich die eigenen, wohlhabenden Wähler mit Steuergeschenken.

Doch der Widerstand des Volks wachse und wachse. Er richte sich gegen den "Rentenklau", der durch Leistungsverschlechterungen bei AHV und zweiter Säule drohe, und gegen die Lohndrückerei, die trotz steigender Lebenshaltungskosten immer dreister betrieben werde.

"Die Schweiz ist reif für eine soziale Wende", rief SGB-Präsident Paul Rechsteiner vor dem Bundeshaus aus. Dazu gehörten anständige Löhne für alle, wie sie die Mindestlohninitiative fordere, sowie gleicher Lohn für Mann und Frau.

Die Gewerkschaften seien auch entschlossen, den Rentenklau zu stoppen. "Die Leute haben ihre Renten verdient", sagte Rechsteiner. "Wer sein Leben lang gearbeitet hat, der muss im Alter von der AHV und der Pensionskasse anständig leben können." Das müsse der Massstab für das Projekt Altersvorsorge 2020 sein, "nicht die Abbauphantasien der Versicherungskonzerne und der Bürgerlichen".

Verkehr zum Erliegen gebracht

Begonnen hatte der Protest-Nachmittag mit einem lautstarken Sternmarsch, der den Verkehr im Berner Stadtzentrum vorübergehend zum Erliegen brachte. Von drei Standorten im Norden, Osten und Westen der Stadt setzten sich die Demonstrationszüge am frühen Nachmittag in Bewegung.

Die Gewerkschaftsmitglieder schwenkten Fahnen und forderten auf zahlreichen Transparenten unter anderem Mindestlöhne von 4000 Franken und sichere Renten. Der Marsch zum Bundesplatz wurde mit lauter Musik, Sprechchören und Trillerpfeifen untermalt. Die Organisatoren sprachen von insgesamt über 15'000 Personen an der Kundgebung.

Warnung vor "Wackelrente"

Mehrere Gewerkschaften hatten ausserdem zuvor an ihrem Besammlungsort sogenannte Vorkundgebungen organisiert. So warnte der SEV - die Gewerkschaft des Verkehrspersonals - auf der Schützenmatte vor der Einführung einer "Wackelrente" bei der SBB.

Vor dem Berner Rathaus forderte der VPOD ein "Stopp der Sparschweinerei". Die Mitglieder der Gewerkschaft syndicom waren aufgerufen, vor dem Hauptsitz der Post gegen einen weiteren Stellenabbau zu demonstrieren.

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SDA-ATS