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Bezichtigt einen Radiomoderatoren der Grabscherei: die amerkainische Sängerin Taylor Swift. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/NATI HARNIK

(sda-ats)

Mit der Auswahl von möglichen Geschworenen hat im US-Staat Colorado ein Prozess zwischen der US-Sängerin Taylor Swift und einem Radiomoderator begonnen. Der Radiomann soll dem Star unter den Rock und an den Po gefasst haben.

Wie die Zeitung "Denver Post" berichtete, waren die Sängerin und ihre Mutter Andrea Swift am Montag im Gerichtssaal, als eine Gruppe von möglichen Geschworenen befragt wurde. Am Dienstag sollte die Auswahl von insgesamt acht Juroren fortgesetzt werden.

Der Streit zwischen der Sängerin und dem früheren Moderator David Mueller vom Sender KYGO dreht sich um einen Vorfall anlässlich eines Konzerts von Swift in Denver im Juni 2013. Der Star traf dort im Backstage-Bereich Fans und VIP-Gäste und posierte dabei auch für ein Foto zwischen Mueller und dessen Freundin.

"Während seiner Begegnung mit Frau Swift griff Mueller vorsätzlich unter ihren Rock und begrabschte einen intimen Teil ihres Körpers auf unangemessene Weise, gegen ihren Willen und ohne ihre Erlaubnis mit seiner Hand", heisst es in von Swifts Anwälten eingereichten Gerichtsunterlagen.

Fotos aus dem Backstage-Bereich

Mueller, der seinen Hörern als "Jackson" bekannt war, wurde nach dem Vorfall aus der Konzerthalle geworfen und verlor zwei Tage später seinen Job. In seiner 2015 eingereichten Klage gegen Swift und ihr Team behauptet er, deren falsche Anschuldigungen hätten ihn um sein Jahresgehalt von 150'000 Dollar gebracht. Die Sängerin wiederum wirft Mueller Missbrauch und Körperverletzung vor.

Das Foto aus dem Backstage-Bereich dürfte in dem voraussichtlich ein bis zwei Wochen dauernden Prozess eine entscheidende Rolle spielen. Darauf ist zu sehen, wie Mueller etwa auf Höhe von Swifts Po die Sängerin mit seinem rechten Arm von hinten umgreift. Seine Hand wird allerdings von ihrem Körper verdeckt.

Für die Jury-Auswahl müssen mehrere Dutzend Männer und Frauen einen langen Fragebogen ausfüllen. Gerichtsdokumenten zufolge müssen sie unter anderem angeben, ob sie ein Fan von Swift sind, ob sie die Vorwürfe kennen oder bei dem Konzert in Denver dabei waren.

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SDA-ATS