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Segeln - Team Oracle hält die Hoffnung auf die erfolgreiche Titelverteidigung im America's Cup aufrecht. Die Amerikaner gewinnen am Sonntagabend beide Regatten und verkürzen gegen Team New Zealand auf 5:8.
Der Zielstrich liegt bei neun Siegen. Die Amerikaner scheinen inzwischen fähig, die für unmöglich gehaltene Wende doch noch zu schaffen. 1:8 lagen sie vor wenigen Tagen noch im Hintertreffen, ihr Katamaran lief auf dem Kreuzkurs schlechter und auch in der Handhabung der Hightech-Boliden wiesen sie Defizite auf. Doch ihre Leistungskurve zeigt klar nach oben. Und mit zunehmender Dauer des America's Cup vor San Francisco dürften sie Neuseeländer in der Boots-Performance noch überholen, sofern dies nicht schon geschehen ist.
In den Regatten 14 und 15 jedenfalls hinterliess das Team von US-Milliardär Larry Ellison in der Nacht auf Montag den besseren Eindruck. Die Crew um Jimmy Spithill gewann zweimal das Startduell und flog den Neuseeländern mit dem Wind im Rücken davon. Im Amwind-Kurs, auf dem die Neuseeländer mit ihrem Katamaran bislang Vorteile besassen, hielten sie die Kiwis in Schach. Oracle kann nun bei mässigen Winden die beiden Rümpfe etwas früher aus dem Wasser hieven. Dass die Regatten 14 und 15 doch noch spannend wurde, lag in erster Linie am böigen Wind. Die Neuseeländer schlossen in beiden Wettfahrten zum Schluss noch zu Oracle auf, kamen aber nicht vorbei. Insbesondere in Regatta 14 bot sich ihnen unverhofft eine Möglichkeit zum Überholen. Doch im entscheidenden Moment unterlief ihnen wohl ein taktischer Fehler.
Bei den Neuseeländern hingegen macht sich Verzweiflung breit. Der entscheidende neunte Sieg will nicht fallen, vier Matchpunkte sind inzwischen verspielt, bloss vier weitere bleiben noch. Insbesondere in der Nacht zum Samstag hatten sich die Hand schon an der Trophäe gehabt, doch mit Team New Zealand klar in Führung liegend wurde die Regatta wegen Überschreiten des Zeitlimits abgebrochen. Auch die Wettfahrt mit der Fastkenterung hätten die Kiwis ohne ihr Malheur wohl gewonnen. Zweimal wurde eine gestartete wegen zuviel Wind abgebrochen, beide Male lagen die Neuseeländer in Front. Und bei zwei Rennen müssen sich die Kiwis vorwerfen, nicht alles richtig gemacht zu haben.
Die nächsten Regatten sind für Montagabend Schweizer Zeit (22.15 und 23.15 Uhr) angesetzt. Den Neuseeländern fehlt seit vergangenen Mittwoch weiterhin nur noch ein Sieg, um die prestigeträchtige Trophäe zum dritten Mal nach 1995 und 2000 zu gewinnen. Das Warten will keine Ende nehmen.
San Francisco, Kalifornien. 34. America's Cup (Katamaran AC72). Best-of-17-Serie. Sonntag. 14. Rennen: Oracle (USA/Titelverteidiger) s. Team New Zealand um 23 Sekunden. - 15. Rennen: Oracle s. Team New Zealand um 37 Sekunden; Stand 5:8. - Bemerkung: Oracle war wegen unerlaubter Manipulationen an einem seiner Boote in einer unterklassigen Serie mit minus zwei Punkten in die Serie gestartet.

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SDA-ATS