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Curling - Wenige Tage nach dem WM-Titel der Flimser Crew von Binia Feltscher ist bekannt geworden, dass sich das in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesene Davoser Curling-Team von Skip Mirjam Ott auflöst.
Spitzencurler planen ihre Karriereschritte in der Regel auf vier Jahre hinaus, von Olympischen Spielen zu Olympischen Spielen. So war dies auch beim Team mit Leadspielerin Janine Greiner, Nummer 2 Carmen Küng, Nummer 3 Carmen Schäfer sowie Skip Mirjam Ott. Sowohl an den Winterspielen 2010 in Vancouver als auch zuletzt in Sotschi erreichten sie die Halbfinals, verpassten jedoch die angestrebten Medaillen als Vierte denkbar knapp. "Klar, es war jeweils eine gewisse Enttäuschung für uns", sagt Mirjam Ott. "Dennoch waren die Olympischen Spiele auch tolle Erlebnisse."
Brillieren konnten die Davoserinnen dafür an den übrigen grossen Titelkämpfen. 2008 liessen sie sich im schwedischen Örnsköldsvik als Europameisterinnen feiern und 2012 wurden sie vor grossem Publikum in Kanada, in Lethbridge, nach einem Finalsieg gegen ihre Erzrivalinnen aus Schweden Weltmeisterinnen. Hinzu kommen Silber und zweimal Bronze an Europameisterschaften sowie Bronze an der WM 2008.
Die Auflösung des Teams nach sieben Jahren bedeutet (noch) nicht den Rücktritt der einzelnen Spielerinnen, aber zumindest eine Neuorientierung, Die 33-jährige Janine Greiner spricht davon, dass sie ein Jahr pausieren und dann weiter schauen wolle. Carmen Küng (36) stellt für die nächste Zeit die Familienplanung in den Vordergrund. Carmen Schäfer (33) wird möglicherweise mit dem Spitzencurling nahtlos weiterfahren. Sie hat bereits entsprechende Kontakte mit anderen Teams aufgenommen. Die 42-jährige Mirjam Ott selber lässt ihre Zukunft offen. Das Curling reizt sie immer noch. Sie kann sich unter Umständen auch eine Tätigkeit als Coach vorstellen.

SDA-ATS