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Ausländischen Betrügern ist es im Kanton Freiburg gelungen, für angebliche Einträge von Adressen in nationale und internationale Telefonbücher mehrere hunderttausend Franken zu ergaunern. Die Opfer sind vor allem Betreiber kleiner Läden und Handwerker.

Die Gewerbetreibenden erhalten zuerst von angeblichen Firmen wie "Transfert Telecom" oder "Fichier Telecom" einen Anruf, in dem ihnen mitgeteilt wird, es müsse ein Fehler beim Eintrag ins Telefonbuch berichtigt werden. Das teilte die Freiburger Kantonspolizei am Mittwoch mit.

Anschliessend erhalten die nichts ahnenden Gewerbler einen Fax, den sie an eine mit 022 beginnende Nummer zurückschicken sollen. Tun sie das, landet der Fax aber nicht in der Schweiz, sondern geht via E-Mail ins Ausland.

Geld auf Konten in China und Zypern

Mit Verweis auf das Kleingedruckte im Fax kontaktieren nun angebliche Anwälte aus dem Ausland die Opfer in der Schweiz und setzen Druck auf. Die Betrüger verwenden dabei mitunter gefälschte Briefformulare von Pariser Anwaltsbüros, wie die Freiburger Polizei schreibt.

Schaffen es die Betrüger, die Opfer einzuschüchtern, fliesst das Geld auf Bankkonten in China und zum Teil auf Zypern.

Der Freiburger Staatsanwalt Michel Favre empfiehlt den Empfängern solcher Faxe, die Mitteilungen zu ignorieren. Falls jemand doch den Fax unterschrieben retourniert habe, gelte es, den Drohungen nicht nachzugeben und wegen eines sogenannten wesentlichen Irrtums auf der Annullierung des Vertrags zu bestehen.

Nicht zum ersten Mal

Bereits im vergangenen November warnten die Freiburger Behörden vor den Telefonbuch-Betrügern. Schon damals hiess es, diese hätten in der Westschweiz mehrere tausend Franken erbeutet.

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SDA-ATS