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Die katalanische Islamisten-Terrorzelle plante auch einen Anschlag auf die römisch-katholische Sagrada Familia in Barcelona (in einer Aufnahme aus dem Jahr 2010).

KEYSTONE/AP/Emilio Morenatti

(sda-ats)

Einer der in Spanien gefassten vier mutmasslichen Terroristen hat Pläne zu Sprengstoffanschlägen gestanden. Auch das Wahrzeichen von Barcelona, die Basilika La Sagrada Familia, und weitere Gebäude in der katalanischen Hauptstadt sollten in die Luft gejagt werden.

Das habe der 21-jährige Mohamed Houli Chemlal vor dem Ermittlungsrichter in Madrid ausgesagt, berichtete die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf Justizkreise.

Ausserdem habe sich Imam Abdelbaki Es Satty, den Chemlal als Kopf der Terrorzelle bezeichnete, dabei selbst in die Luft sprengen wollen.

Drei Verdächtige bleiben in Haft

Drei der vier überlebenden Mitglieder einer islamistischen Terrorzelle in Katalonien bleiben in Untersuchungshaft. Das entschied ein Richter am nationalen Strafgerichtshof in Madrid. Zwei von ihnen bleiben ohne Möglichkeit, auf Kaution freizukommen in Gewahrsam, einer für weitere 72 Stunden, der vierte wird freigelassen.

Die Männer sollen für die Anschläge in Barcelona und Cambrils mit 15 Todesopfern und mehr als 120 Verletzten verantwortlich sein.

Das berichteten mehrere spanische Medien am Dienstagabend übereinstimmend. Mohamed Houli Chemlal habe zugegeben, dass er der islamistischen Zelle angehört habe, die Ermittlern zufolge hinter dem Anschlag mit einem Lieferwagen vom Donnerstag auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona steckt, hiess es aus Justizkreisen.

Am Montag hatten Beamte in Subirats unweit von Barcelona den als Haupttäter beschuldigten Younes Abouyaaquoub erschossen. Der 22-Jährige soll den Lieferwagen gesteuert haben, mit dem Dutzende Passanten auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona niedergefahren worden waren. Dabei starben 13 Menschen. Auf seiner Flucht erstach Abouyaaquoub noch einen Mann, um an dessen Auto zu kommen.

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SDA-ATS