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Das FBI untersucht den Tatort der Bluttat in Sutherland Springs in Texas. Berichten zufolge entkam der Angreifer vor 5 Jahren aus einer geschlossenen psychiatrischen Klinik. Er galt als gefährlich.

KEYSTONE/EPA/LARRY W. SMITH

(sda-ats)

Der 26-Jährige, der am Sonntag in einer texanischen Kirche ein Blutbad angerichtete, ist laut einem Medienbericht bereits vor einigen Jahren in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden und dort ausgebrochen.

Der Sender KPRC in Houston berichtete am Dienstag, Devin Kelley sei im Juni 2012 aus der Anstalt Peak Behavioral Health Services ausgebrochen und daraufhin als vermisst gemeldet worden. Der Sender berief sich auf einen entsprechenden Polizeibericht aus dem texanischen El Paso.

In der Vermisstenanzeige wurde demnach angegeben, dass Kelley unter "psychischen Störungen" leide und eine "Gefahr für sich selbst und andere" darstelle.

Er sei dabei erwischt worden, wie er "mit Feuerwaffen auf dem Luftwaffenstützpunkt Holloman herumschlich", wo er stationiert gewesen war. Kelley habe versucht, Vorgesetzte bei der Armee mit dem Tod zu bedrohen.

Etwa zeitgleich mit dem Eingang der Vermisstenanzeige sei Kelley gefunden und in Gewahrsam genommen worden, hiess es in dem Bericht weiter. Der Vorfall ereignete sich demnach kurz bevor Kelley wegen eines tätlichen Angriffs auf seine damalige Ehefrau und seinen Stiefsohn von einem Militärgericht zu zwölf Monaten Haft verurteilt wurde. Er hatte dem kleinen Kind eine Schädelfraktur zugefügt.

Der 26-jährige Kelley hatte am Sonntag in einer Kirche im texanischen Sutherland Springs mit einem Sturmgewehr um sich geschossen.

Er tötete 25 Gottesdienstbesucher sowie das ungeborene Kind einer Schwangeren und verletzte 20 weitere Menschen. Kelley wurde kurz nach der Tat tot in seinem Wagen gefunden. Nach Angaben der Polizei nahm er sich vermutlich das Leben.

Handy wird untersucht

Als Ursache für den Angriff auf die Kirche vermuten die Behörden Familienstreitigkeiten. Weitere Hinweise zur Aufklärung des Tatmotivs könnten sich aus der Auswertung von Kelleys Handy ergeben, das die Polizei inzwischen gefunden hat.

Bisher hätten die Ermittler keinen Zugriff auf das Gerät, deshalb sei es in die FBI-Zentrale in Quantico im Bundesstaat Virginia geschickt worden, sagte der FBI-Beamte Christopher Combs vor Journalisten.

Am Montag waren Versäumnisse bei der Weitergabe von Informationen über Kelley ans Licht gekommen. Die Verurteilung des früheren Luftwaffensoldaten wegen häuslicher Gewalt sei ersten Erkenntnissen zufolge nicht in die zentrale Datenbank zur Überprüfung von Schusswaffenkäufern eingetragen worden, teilte eine Sprecherin der Luftwaffe am Montag mit. Kelley hatte von 2010 bis 2014 bei der US-Luftwaffe gedient und wurde schliesslich unehrenhaft entlassen.

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SDA-ATS