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Thailands Protest-Anführer Suthep Thaungsuban will nach dem gescheiterten Machtwechsel nun das Militär auf seine Seite ziehen. Er beabsichtige, seine Reformpläne zur Ablösung der Regierung mit der Militärführung zu besprechen, kündigte Suthep am Mittwoch an.

Armeechef Prayuth Chan-Ocha sagte laut einem Onlinebericht der "Bangkok Post", das Militär unterstütze eine Lösung, die das Land befriede, wolle aber keine direkte Rolle spielen.

Das thailändische Militär war seit 1932 an 18 Umstürzen beteiligt. Beobachter sehen in der Armee den entscheidenden Faktor, damit die Protestbewegung doch noch an die Macht gelangen kann. Bislang versuchen die Militärs eher eine Schlichterrolle einzunehmen. Es war wohl der Armeechef, der vor anderthalb Wochen ein Treffen zwischen Suthep und Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra vermittelte.

"Wenn das Militär eingreift, werden die Rothemden hervorkommen", sagte Thida Tavornseth, eine Anführerin der regierungstreuen Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (UDD). Die Gruppe, die sich für eine Rückkehr von Yinglucks Bruder Thaksin aus dem Exil einsetzt, trägt rote T-Shirts. Am vorvergangenen Wochenende gab es Tote, als die Rothemden auf die Regierungsgegner trafen.

Am Montag hatte Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra angesichts des Drucks der Strasse zwar das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für Februar angekündigt. Sie blieb aber im Amt. Die Demonstranten lehnen Neuwahlen ab, da Yinglucks Partei dann erneut die Mehrheit erhalten dürfte. Die Regierungsgegner wollen ein neues politisches System - wie das genau aussehen soll, blieb aber unklar.

800 Kilometer entfernt im Süden des Landes wurden vier Polizisten bei einer Bombenexplosion getötet. Die Männer seien in der Provinz Pattani mit ihrem Kleinlastwagen unterwegs gewesen, als der 15-Kilo-Sprengsatz explodierte, sagte ein Polizeisprecher. Er vermutet hinter dem Anschlag Aufständische, die der Landbevölkerung Angst einjagen möchte, damit diese nicht mit den Sicherheitskräften kooperiert

SDA-ATS