Navigation

Thailändischer Armeechef rückt von Regierungschef ab

Dieser Inhalt wurde am 12. April 2010 - 07:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Bangkok - Zwei Tage nach den gewaltsamen Zusammenstössen in Bangkok haben die thailändischen Regierungsgegner vier Soldaten freigelassen, die sie als Geiseln genommen hatten.
Er habe die Freilassung mit den sogenannten Rothemden ausgehandelt, sagte Polizeichef Vichai Sangprapai. Die vier Soldaten hätten berichtet, sie seien am Samstag in der Masse der Demonstranten untergegangen. Die Rothemden hätten sie daraufhin festgehalten. Zunächst seien sieben Soldaten als Geiseln genommen worden, drei von ihnen hätten jedoch fliehen können.
Die Lage in Bangkok war am Wochenende eskaliert. Bei Strassenschlachten zwischen den Rothemden und der Armee starben nach Angaben von Rettungskräften mindestens 21 Menschen, darunter vier Soldaten; mindestens 863 Menschen wurden verletzt.
Am Montagmorgen versammelten sich die Regierungsgegner zu einer Prozession, bei der sie die Särge mit den getöteten Demonstranten durch die Strassen tragen wollten. Mit zahlreichen Autos, Kleintransportern und Taxen versammelten sie sich im historischen Zentrum von Bangkok.
Die Rothemden fordern Neuwahlen. Sie werfen Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva vor, nur im Interesse der Eliten zu regieren. Seine Regierung widersprach Medienberichten, nach denen hinter den Kulissen Neuwahlen im Oktober geplant würden, um die Krise zu beenden.
Die Oppositionellen sind Anhänger des 2006 gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra und stammen aus den ländlichen, ärmlichen Gegenden im Norden Thailands.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?