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Eine Auswahl der Sonntagszeitungen (Archivbild)

KEYSTONE/ENNIO LEANZA

(sda-ats)

Zum Jahresende liegen neue Zahlen zum Asylwesen vor. Damit und mit anderem hat sich die Sonntagspresse beschäftigt. Unter anderem lassen Aussagen der obersten Bildungspolitikerin der Schweiz aufhorchen. Eine Übersicht der Schlagzeilen in unbestätigten Meldungen:

"NZZ am Sonntag": Rund 27'500 Personen haben in der Schweiz 2016 ein Asylgesuch gestellt. Das sind 12'000 oder dreissig Prozent weniger als im Vorjahr, wie die "NZZ am Sonntag" unter Berufung auf eine gut informierte Person meldet. Grund für den Rückgang sei unter anderem, dass das Grenzwachtskorps an der Südgrenze tausende Migranten abwies, die lediglich durch die Schweiz nach Deutschland oder Skandinavien reisen wollten. In den vergangenen fünf Jahren hat die Schweiz rund 50'000 Asylsuchende als Flüchtlinge anerkannt oder vorläufig aufgenommen. Die Kosten für einen Teil dieser Menschen gehen ab 2017 vom Bund an die Kantone und Gemeinden über.

"Schweiz am Sonntag": Bis Ende November sind 8166 Asylsuchende mit laufendem Verfahren aus der Schweiz "verschwunden". Das ist ein Rekordwert, wie die Zeitung "Schweiz am Sonntag" unter Berufung auf Zahlen des Staatssekretariats für Migration berichtet. Vor einem Jahr waren es mit 4943 Personen rund ein Drittel weniger, die untergetaucht oder ausgereist sind. Das Migrationsamt geht davon aus, dass "der weitaus grösste Teil" der verschwundenen Personen die Schweiz verlassen hat. Sie seien relativ rasch über die geringen Chancen auf einen Verbleib in der Schweiz informiert worden, sagte ein Sprecher. Eine Zunahme von Sans-Papiers in der Schweiz sei jedenfalls nicht zu verzeichnen.

"Ostschweiz am Sonntag" / "Zentralschweiz am Sonntag": Die Schweizer Grenzwächter sollen künftig bessere Sturmgewehre und bessere Schutzwesten erhalten. Nötig wird die Aufrüstung, weil auch die Klientel vermehrt schwere Waffen einsetzt. Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) bestätigte den Zeitungen "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" den Auftrag zur Beschaffung von 900 schweren Schutzwesten. Sie sollen im Sommer zur Verfügung stehen und die bisherigen leichteren Unterziehwesten ersetzen. Den Kauf von "Langwaffen" hatte Bundesrat Ueli Maurer bereits früher angekündigt.

"Schweiz am Sonntag": Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail könnte teilweise an die Börse kommen. Inhaber Peter Spuhler fasst einen Börsengang des Unternehmens ins Auge, um seine Nachfolge zu regeln, wie er der "Schweiz am Sonntag" sagte. Die Familie könnte dann noch 35 bis 40 Prozent der Aktien halten, er selbst würde sich auf das Amt als Verwaltungsratspräsident beschränken. Die Überlegungen zu einem Börsengang begründet Spuhler mit seinem Alter: "Ich werde demnächst 58. Das ist der Moment, an dem man sich überlegen muss, wie es weitergeht." Zum Zeithorizont eines möglichen Börsengangs sagte Spuhler: "Es gibt keinen genauen Zeitplan. Wenn alles passt, dann wird das umgesetzt."

"NZZ am Sonntag": Sparen bei der Bildung ist laut der neuen Präsidentin der Erziehungsdirektorenkonferenz, Silvia Steiner, auch ohne Qualitätsabbau möglich. Sie habe Mühe mit dem "allgemeinen Gejammer über Bildungsabbau", sagte die Zürcher CVP-Regierungsrätin im Interview mit der "NZZ am Sonntag". "Man muss überall in der Verwaltung optimieren und Ressourcen ausnutzen." Das sei auch in der Bildung möglich und nötig - und zwar ohne Qualitätsabbau.

"SonntagsBlick": Das Schweizer Stimmvolk würde die Zuwanderungsinitiative der SVP laut einer Umfrage zwar tendenziell nochmals annehmen, die Personenfreizügigkeit will es aber nicht kündigen. Bei einer erneuten Abstimmung über die Initiative würde es wiederum sehr knapp: 47 Prozent würden Ja sagen, 43 Prozent Nein, wie aus der Umfrage im Auftrag des "SonntagsBlicks" hervorgeht. 10 Prozent sind unentschieden. Eine Kündigung des Freizügigkeitsabkommens mit der EU, wie sie die AUNS per Initiative anstrebt, hätte demnach aber keine Chancen: 30 Prozent möchten dies tun, 52 Prozent nicht. Für die Umfrage hat das Institut Opinionplus 1000 Personen befragt.

"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche": Frauen erhalten im Schnitt 37 Prozent tiefere Renten als Männer. Das entspricht rund 20'000 Franken im Jahr, wie die "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" berichteten. Verantwortlich dafür sind häufig Lücken während der Erwerbstätigkeit, die auf die Kinderbetreuung zurückgehen. Viele Frauen seien sich jedoch nicht bewusst, dass ein Teilzeitpensum ihre Rentenansprüche drastisch reduzieren kann, sagte Andrea Gisler, Präsidentin der Frauenzentrale Zürich. Frauen beschäftigten sich häufig erst mit dem Thema, wenn es zu einer Scheidung komme oder der Partner gestorben sei - was meist zu spät ist. Gleichstellungsbeauftragte empfehlen, dass Frauen und Männer während ihrer Erwerbszeit stets mindestens 70 Prozent arbeiten.

"NZZ am Sonntag": Ein 42-jähriger Basler ist von der Bundesanwaltschaft per Strafbefehl wegen islamistischer Propaganda zu sechs Monaten Gefängnis bedingt und einer Busse von 8000 Franken verurteilt worden. Das berichtete die "NZZ am Sonntag". Der aus Bosnien-Herzegowina stammende Mann warb zwischen 2009 und 2014 intensiv für radikale Prediger aus seiner Heimat sowie für die Terrororganisationen IS und Al-Nusra-Front. Er tat dies über eine Internetseite, die er auch mitfinanzierte, sowie mittels CDs und DVDs. Zudem fand die Polizei verbotene Pornografie bei ihm. Der Schweizer soll die Taten bereuen und sich vom islamistischen Gedankengut losgesagt haben, wie die Zeitung unter Berufung auf dessen Bekannte schreibt.

"SonntagsZeitung": Der Dezember 2016 war der schneeärmste Dezember seit mindestens 125 Jahren. Zu diesem Schluss gelangt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung, wie die "SonntagsZeitung" vermeldet. In keinem Dezember seit Messbeginn 1891 sei so wenig Schnee gefallen. Die Trockenheit führt zu tiefen Wasserpegeln bei Seen und Flüssen, was früher oder später die Wasserkraftwerke vor Probleme stellen wird. Der trockene Dezember ist laut Stephan Bader von MeteoSchweiz eine "Laune der Natur". Im langfristigen Trend sorgt der Klimawandel auf der Alpennordseite eher für höhere Temperaturen, was zu mehr Niederschlägen führt.

"SonntagsBlick": Der Chef der Migros Zürich, Jörg Blunschi, soll nach Informationen des "SonntagsBlicks" neuer Migros-Chef werden. Die Zeitung beruft sich dabei auf einen Migros-Insider sowie Indizien. Blunschi selbst liess sich einst in der "Bilanz" zitieren, dass er nicht Nachfolger des jetzigen Migros-Chefs Herbert Bolliger werden wolle. Bolliger kündigte seinen Rücktritt für 2017 an. Als härtester Konkurrent im Nachfolgerennen gilt laut dem Blatt Personal- und Kulturchef Fabrice Zumbrunnen. Zu einem Wechsel könnte es im Herbst kommen.

SDA-ATS

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