Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Theologe Hans Küng kritisiert Seligsprechung von Johannes Paul II.

Der Theologe Hans Küng kritisiert die am Sonntag geplante Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.. Nach Küngs Ansicht taugt der frühere Papst nicht zum Vorbild für katholische Gläubige.

Johannes Paul habe "ein autoritäres Lehramt ausgeübt" und "die Menschenrechte von Frauen und Theologen unterdrückt", sagte der Kirchenkritiker der "Frankfurter Rundschau". Diese dunklen Seiten seien im Seligsprechungsprozess unberücksichtigt geblieben. Der polnische Papst sei "intolerant und unwillig zum Dialog" gewesen.

Küng äusserte scharfe Kritik am Vorgehen von Papst Benedikt XVI., der die Seligsprechung seines Vorgängers in Rekordzeit vorangetrieben hatte: "Der Nachfolger spricht den Vorgänger selig? Da geht es doch in Rom zu wie zu den Zeiten der Cäsaren, die den jeweils vorangegangenen Kaiser zum Gott erhoben."

Wie ein absolutistischer Fürst habe Benedikt XVI. das eigene Kirchenrecht gebrochen, um Johannes Paul im Hauruckverfahren seligsprechen zu können.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.