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Bern - "Skandalkünstler" im Aufwind: Thomas Hirschhorn vertritt zusammen mit Andrea Thal die Schweiz 2011 auf der Kunstbiennale Venedig. Das teilte das Bundesamt für Kultur (BAK) am Freitag mit. Gleichzeitig meldete das Aargauer Kunsthaus den Ankauf eines Werks von Hirschhorn.
Dass Hirschhorn wegen seiner provokativen Art umstritten sei, habe man diskutiert, hielt die Direktorin des Aargauer Kunsthauses, Madeleine Schuppli fest. Er löse beim Publikum stets Emotionen aus.
Zuletzt tat er das mit seiner Collage "Because, Because"; das Werk, das Gewalt und Pornografie thematisiert, musste aus dem Davoser Landratssaal entfernt werden, weil es die Parlamentarier irritierte.
Ungleich heftiger provozierte Hirschhorn 2004 Politiker mit seiner Ausstellung "Swiss-Swiss Democracy" im Centre Culturel Suisse in Paris. Kritisiert wurde insbesondere, dass in einer theatralischen Rahmenveranstaltung ein Bild des damaligen Bundesrats Christoph Blocher von einem Schauspieler angepinkelt wurde.
In der Folge kürzten die eidgenössischen Räte als "Strafaktion" das Budget von Pro Helvetia um eine Million Franken. Die Kulturstiftung hatte 180'000 Franken zur Ausstellung beigesteuert. "Swiss-Swiss Democracy" bescherte dem Centre nichtsdestotrotz einen Besucherrekord von rund 30'000 Personen.
Prophet im eigenen Land
Die "Staatsaffäre" hat Hirschhorn weder geschadet noch genützt. In internationalen Fachkreisen war er schon lange vorher anerkannt. Zu seinen prominentesten Auftritten zählten die an der Biennale in Venedig 1999 und an der Documenta 11 2002 in Kassel, hiess es 2004 bei der Verleihung des hochdotierten Joseph Beuys-Preises.
Auch heute noch ist Hirschhorn im Ausland höher geschätzt als in der Heimat, die er schon in den 80er Jahren Richtung Paris verliess. Im letzten Rating der 50 wichtigsten Schweizer Kunstschaffenden der Schweizer Zeitschrift "Bilanz" erreichte er Platz sieben. In dem in Deutschland veröffentlichten Kunst-Kompass der 100 weltweit wichtigsten Künstler rangiert er als viertbester Schweizer.

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SDA-ATS